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Gine

Kapitel 1 

Alles um mich herum war dunkel. Ich saß auf meinem Bett in meinem Zimmer. Draußen schien die Sonne, aber auf Grund meiner miesen Laune, hatte ich meine Rollläden, bis auf keinen offenen Schlitz, geschlossen. Ich hasste es! Immer wenn es mir nicht gut ging, und das war seid dem wir hier wohnten eigentlich nur noch so, musste diese verflixte Sonne scheinen. Seid wir in Magdeburg wohnten hatte sich so vieles verändert. Ich hatte keine Freunde, schlechte Noten und mein Dad, der für mich der einzige Mensch war, der mich richtig verstand, hatte eine neue Familie. Dem nach zu Folge, hatte er mich doch nie richtig verstanden. Er rief nicht einmal mehr an. Meine alten Freunde hatten mich scheinbar auch relativ schnell vergessen, da sich von ihnen auch keiner mehr meldete. Das letzte mal als ich mit einer Freundin telefoniert hatte, war sicherlich auch schon wieder 2, 3 Monate her. Der Grund, aus dem ich angerufen hatte, war einfach nur, dass ich mal wieder etwas mit meinen alten Leuten zutun haben wollte. Aber dieses Gespräch endete in einem Streit. Seid dem hatte ich nun endgültig nichts mehr mit meinem alten Leben zutun und somit war ich eben ganz allein. Dass ich mich so von der Welt abkapselte verstanden meine Mutter und mein Stiefvater natürlich kein Stück. Da meine Stiefschwester bei allen beliebt ist, gute Noten schreibt und überhaupt „Papis kleiner Engel ist“. Wenn sie also der Engel ist, bin ich der Teufel, der immer gemein ist und seine ach so liebe, nette, kleine Schwester ärgert. Sie musste immer alles petzen, was ich ihrer Meinung nach, gemeines gemacht hatte und da bekam ich natürlich auch immer den Ärger. Marina, meine Stiefschwester, freute sich danach dann immer wie ein kleines Kind. Ich hasse sie grundsätzlich. Aber das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit, da sie sich wohl am meisten wünschte, dass es mich erst gar nicht gibt! Sie macht mich überall schlecht und lästert eben auch in der Schule nur noch über mich. Aus diesem Grund war ich natürlich genauso bekannt in der Schule wie sie. Bloß eben als böse, gemeine. Große Stiefschwester. Na ja, sollen die Leute eben denken was sie wollen. Ich habe eh nie vor etwas mit ihnen zutun zuhaben.

„Larissa, wir essen! Kommst du bitte?“ Meine Mutter klopfte mal wieder an die Tür. Andauernd versuchte sie mich in diese Familie ein zubringen, doch ich blockte immer wieder ab. So versuchte ich es auch heute. „Ich hab keinen Hunger!“ „Ach komm, bitte! Auch wenn du keinen Hunger hast, setz du dich bitte wenigstens zu uns an den Tisch.“ Genervt schnaubte ich durch die Nase und schloss meine Tür auf. „Wieso hast du denn die Rollläden runter gezogen? Draußen lacht doch die Sonne!“ Ich verdrehte genervt von diesem überflüssigen Gerede, die Augen und beobachtete meine Mutter, wie sie meine Rollläden hoch zog. Sofort fiel Licht in mein Zimmer. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte mich sauer an den Türrahmen.
Fröhlich, wie meine Mutter seid sie mit Stefan, meinem Stiefvater, zusammen war, legte sie einen Arm über meine Schultern und ging mit mir die Treppe runter.
Im Esszimmer setzte ich mich an den Tisch und starte genervt von dieser schrecklichen Familie vor mich hin. Zu meinem Glück beachtete Marina mich so gut wie gar nicht und ich konnte mich gut auf die weiße Wand im Raum konzentrieren. Wäre da nicht mein Stiefvater, der mich immer wieder aufs Neue „aufmuntern“ wollte. „Morgen fängt die Schule wieder an! Da freut man sich doch mit Sicherheit endlich mal wieder alle zusehen, oder Lary?“ Ich schaute Stefan mit hoch gezogenen Augenbrauen an. „Sonst noch Probleme?!“ sagte ich leise und stand auf. „Zudem hasse ich es wenn DU mich Lary nennst! Für euch, bin ich immer noch Larissa!“ Dabei schaute ich immer wieder zwischen Marina und Stefan her. Ich machte auf dem Absatz kehrt und lief mit schnellen Schritten in den Flur. Alle drei schauten mir geschockt hinterher.
Unschlüssig stand ich nun da und überlegte, ob ich mich wieder in meine dunkle Höhle, namens Zimmer, verziehen sollte oder nach draußen an die frische Luft. Ich entschloss mich für Letzteres. Und zog mir meine schwarzen Chucks an. Dann öffnete ich leise die Haustüre und ging noch draußen.

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