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Gine 

Teil5

Es klingelte wieder und wir setzten uns auf unsre Plätze. Wir hatten noch eine Stunde Englisch, was ich gar nicht so schlecht fand, da ich in Englisch um ein paar Noten besser war, als in manch andren Fächern. Die Stunde ging zu Ende und wir bekamen zum Glück noch keine Hausaufgaben auf. Ich lief gemütlich Richtung Lehrerzimmer und schaute davor noch am Vertretungsplan vorbei. An dem ich leider auf Leon, ein Junge aus Marinas Clique, traf. Ich kannte ihn nicht wirklich, nur von den paar Besuchen, die er manchmal bei Marina abstattete. „ Na, hast dich ja schon prächtigst bei den Neuen eingeschleimt.“ Sagte er in seinem unüberhörbaren Macho-Ton. Ich versuchte ihn zu ignorieren, in dem ich etwas schneller zum Lehrerzimmer vor lief aber leider folgte er mir. „Wundert mich ehrlich gesagt, wie DU das geschafft hast. Vor allem, weil dich nun mal so gut wie jeder an dieser Schule hasst.“, dieses „hasst“ tat plötzlich unangenehm weh und ich musste kräftig schlucken, damit mir nicht noch irgendwas Unangebrachtes rausrutschte. Endlich stand ich vorm Lehrerzimmer. Ich wollte gerade anklopfen, als Leon meinen Arm zurückhielt und mir böswillig in die Augen schaute. „Schöne Grüße von Marina: halt dich von den beiden fern, sonst passiert noch was, was wehtun könnte.“ mit diesen Worten schupste er mich gegen die Lehrerzimmertür und lief dann mit schnellen Schritten davon. Bevor ich ihm noch irgendwas hinterher rufen konnte öffnete sich die Tür und Fr. Maier, unsre Englischlehrerin, stand vor mir. „Hallo Larissa. Was willst du denn noch hier?“ „Ähm… Nachsitzen.“ Sie zog eine Augenbraue hoch und schaute mich verblüfft an. „Aha und beim wem darfst du bitte schon am 1. Schultag Nachsitzen?“ Bevor ich antworten konnte stand Hr. Müller auch schon in der Tür. “Bei mir. Komm mit Larissa, ich werde dich in meinen Unterricht setzen, damit du auch ja keinen Ärger machst.“ Ich folgte Hr. Müller ein Stockwerk nach oben, zu den Oberstufenräumen. Er öffnete eine Tür, hinter der es relativ laut war und ging mit mir rein. Als wir rein kamen setzten sich alle schnell hin und Hr. Müller bedeutete mir, dass ich mich auf einen freien Platz setzen und da meine Aufgaben machen sollte. Ich machte alle Aufgaben, die er mir gegeben hatte schnell fertig und durfte dann sogar etwas früher gehen. Ich rannte schnell die Treppe runter um noch den Bus zu bekommen. Kurz bevor er abfuhr sprang ich noch rein und setzte mich an einen freien Platz in der letzten Reihe. Der Bus fuhr an und ich saß mit einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend auf dem Sitzplatz. Ich musste wieder an die Worte von diesem Leon denken. Alle hassen dich… halte dich von den beiden fern, sonst passiert noch was… Sollte ich vielleicht doch nach Hause fahren? Ich wusste, dass wenn Leute aus Marinas Clique so etwas sagten, es so gut wie immer ernst meinten. Der Bus fuhr, ohne zu halten, an meiner Haltestelle vorbei und hielt erst vier Stationen weiter an der von Tom und Bill. Ich stieg schnell aus dem Bus aus und ging auf das Haus von den Beiden zu. Nach dem ich am Gartentor geklingelt hatte öffnete sich auch schon kurz darauf die Haustür und ein Hund sprang aufgeregt auf das kleine Tor zu. Erschrocken wich ich ein paar Schritte zurück und war erleichtert, als ich Bills Stimme hörte. „Hey Lary, da biste ja schon! „Ja, ich durfte schon etwas früher gehen und hab deshalb auch grad noch den Bus früher bekommen.“ „Cool, dann komm mal rein. Das ist übredings Scotty. Er ist heute irgendwie nen bisschen hyperaktiv drauf.“ Oh ja, ist mir schon aufgefallen!“ sagte ich und lief mit Bill ins Haus. „Sooo, hast du durst oder willst was essen? Pizza wär noch da. Die ham Tom und ich vorhin net ganz runter bekommen. Also, wenn du willst kann ich dir den Rest noch mal in die Mikrowelle stellen.“ Er lächelte mich an und schaute mir direkt in die Augen, wobei mir zum ersten Mal richtig auffiel, wie wunderschön braun sie waren. Ich schüttelte mir diese Gedanken schnell aus dem Kopf und antwortete dann. „Nee danke, hab keinen Hunger.“ „Nich…? Okay dann,… was sollen wir dann machen?“ „Lol, hast du etwa nur ans Essen gedacht?“ fragte ich ihn leicht schmunzelnd. „Na ja, also nee… eigentlich nicht, aber…“ er kratzte sich am Hinterkopf und schaute mich Hilflos an. „ Okay, okay…ist Tom da?“ fragte ich ihn. „Ja schon…“ „Okay, oben?“ „Mhm“ antwortete Bill irgendwie enttäuscht. Ich lief die Treppe hoch und dachte mir nichts weiter über Bills Reaktion gerade. „Hey Tom, na alle Klar?“ „Ach hey Lary! Ja alles Klar und bei dir?“ „Mhm auch… Nachsitzen gut überstanden.“ Ich grinste ihn an und kam in sein Zimmer rein. „Was machsten grad so?“ fragte ich ihn und setzte mich auf den Sessel in seinem Zimmer. „Nix besondres. Und warum bist du hier?“ „Hat Bills dir nicht erzählt? Er hat mich gefragt, ob ich heut Zeit hätte, aber wir ham grad voll keine Ahnung was wir machen könnten.“ „Nee wusst ich net, aber egal. Also, Scotty müsst noch mal raus. Wir könnten ja nen bissel mit ihm Gassi gehen. Bill wäre heute eh dran.“ „Ja gute Idee. Kommst du mit?“ „Ja türlich.“ Wir gingen zusammen runter, zu Bill, der es sich vor dem Fernseher gemütlich gemacht hatte. „Bill! Wir gehen Gassi!“ sagte Tom zu seinem Bruder. „hä? Mit wem?“ „Mit dir man!“ sagte Tom lachend und gab mir die Leine. „Hier leg sie ihm schon mal um“, „Wem jetzt Bill oder Scotty?“ fragte ich ihn. „Bill natürlich!“ Ich ging mit der Leine auf Bill zu, neben dem auch Scotty lag. „Soo!“ Bill schaute mich ungläubig an, als ich ihn fett angrinste und dann kurz vorm Sofa noch zu Scotty abbog und ihm die Leine umlegte. „Mein Gott! Erschreck mich doch nicht so!“ „Jaja schon gut! Also komm!“, sagte ich gut gelaunt zu ihm. Was bei mir ja nicht gerade häufig so war, dass ich gut drauf war, aber das wollte ich den Jungs jetzt nicht unbedingt gleich zeigen. Bill sprang vom Sofa und ging mit Tom, Scotty und mir nach draußen.

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