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Gine 

Kapitel 7


 Ruckartig wurde ich aus meinen Gedanken gezogen. Marina kam rein und stellte sich mit verschränkten Armen in meine Tür. „Was willst du?“ fragte ich sie an genervt, schon allein von ihrer Anwesenheit. „Mit wem hast du da gerade telefoniert?“ „Mit niemand und jetzt verpiss dich!“ „Nein, ich will jetzt wissen wer das war, sonst red ich noch mal mit Leon und das willst du doch nicht… oder?“ Nein, das wollte ich natürlich nicht, aber würde ich es ihr jetzt sagen, würde sie vielleicht doch wieder mit Leon reden…
„ich hab mit nem Kumpel  aus meiner alten Klasse getelt und jetzt geh raus!“, fauchte ich sie an und schupste sie unsanft aus meinem Zimmer. Dann schloss ich schnell ab und schmiss mich wieder auf mein Bett. Wie ich sie hasste! Immer musste sie mich so provozieren. Konnte sie mich denn nicht einmal in Ruhe lassen oder wenigstens mal netter zu mir sein?!
Langsam bahnte sich eine Träne den Weg über meine Wange. So sehr hatte ich mir als kleines Mädchen eine richtige Schwester gewünscht. Doch als sich meine Eltern trennten, war der Wunsch wie weggeblasen. Seid dem hatte ich mich von der Außenwelt so gut wie abgeschottet.
Und jetzt waren Bill und Tom in mein Leben getreten und hatten meine Kerze wieder angezündet. Nur eine kleine Flamme, die mir keiner wieder ausmachen durfte.
Scheinbar war ich eingeschlafen, denn meine Mutter klopfte energisch an die Tür und sagte, dass es Abendessen gibt. „Komme gleich.“ Auch wenn ich keinen großartigen Hunger hatte stand ich langsam auf, wischte die Tränen weg und zog mir noch schnell einen Jogginganzug an. Als ich gerade runter gehen wollte klingelte mein Telefon wieder. „Ja?“ „Hey Lary ich bin’s noch mal Bill.“ Oh nein! Bitte kommt Marina jetzt nicht. „Ah hallo!“ „Ja, du ich wollt noch irgendwas fragen… Scheiße hab ich jetzt vergessen. Na egal, was machst du heute noch?” “Nix besonderes. Du ich muss jetzt aber essen und Marina darf net wissen, dass ich mit dir telefonier.” „Was?“ „Ähm…nix nix! Also muss dann auf hören. Tschüssi!“ Na super! Einmal hab ich mich grad so verplabbert und dann auch noch so einfach  auf gelegt. „LARISSA!“ „Ich komm ja schon!“ Schnell rannte ich die Treppe hinunter und setzte mich an den Tisch. „Was hast du denn noch so lange gemacht!“ „Telefoniert“ „Aha und mit wem?“ „Mit einem aus meiner alten Klasse“ Meine Mutter schaute mich etwas ungläubig an, aber lies es dann zum Glück dabei.
Ich aß schnell auf und verschwant dann in meinem Zimmer. Noch vier Tage dann war endlich Wochenende und ich würde es bei Bill und Tom verbringen. Ich saß noch eine Weile so rum und machte dann meinen Fernseher an, den mir mein Stiefvater zum Schleimen schenkte. Bah..! Na ja, ein Gutes hatte es ja schon. Ich musste nie mehr mit meiner neuen Familie fernsehen.

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