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Gine 

Teil 9

Wäre Marina nicht da, würden jetzt wahrscheinlich tausende Schmetterlinge, nur wegen diesem kurzen aber sanften Wangenkuss von Bill, in meinem Bauch rum flattern. Aber sie war da. Hier in diesem Raum. Und sie schaute mich immer wieder böse von ihrem Platz aus an. Ich konnte diesen Blick einfach nicht richtig deuten. Zu vieles war da, weshalb sie so schauen konnte. In diesem Moment konnte sie es vielleicht nicht ertragen, dass ich zum ersten Mal auf dieser Schule, Freunde hatte. Oder vielleicht… vielleicht wollte sie ja was von Bill…?? Doch plötzlich ging mir ein Licht auf! Leon! Sie würde alles Leon erzählen und der würde dann das tun, was sie ihm sagen würde. Anscheinend hatte Bill meinen geschockten Gesichtsausdruck bemerkt, denn er fragte mich sofort, was los sei. „Ach nichts. Ich musste nur gerade wieder an Marina denken.“ Bill musste leise auf lachen. „Ja, die ist ja auch der absolute Schocker.“ Ich lächelte ihn leicht an. Er war so lieb und nett zu mir und konnte mich mit allem Möglichen aufmuntern. Aber wenn er wüsste, woran ich wirklich gedacht hatte, hätte er wahrscheinlich nicht so reagiert. Sollte ich es ihm vielleicht doch erzählen? Ich musste die ganze Zeit darüber nachdenken, so dass ich gar nicht mit bekam, wie mich unsre Englisch Lehrerin aufrief. „Lary“ Bill rammte mir einen Finger in die Seite, worauf ich laut aufschreien musste. Gott hatte der ne Kraft in den Finger und ich hab immer gedacht Tom hätte die nur, weil der ja Gitarre spielt. „Oh Entschuldigung. Ich glaube, ich war gerade nicht ganz bei der Sache.“ „Das habe ich gemerkt. Pass das nächste Mal besser auf.“ So mit war da Thema erledigt und sie wendete sich wieder der Klasse zu. Erleichtert sank ich auf meinem Stuhl zusammen. Bill schaute mich nur ratlos an. Endlich klingelte es zur großen Pause und Bill und ich gingen rau aus dem Klassenzimmer. Im Flur wartete Tom schon breit grinsend auf uns. „Was grinste so?“, fragte ich ihn genervt. „Nüx. Ich fands nur voll lustig, als du vorhin so auf geschrieen hast.“ Er grinste noch breiter uns musste sich dementsprechend auch sehr mit dem Lachen zurückhalten. Als wir auf den Schulhof liefen fing er aber plötzlich doch an zulachen und Bill musste sich ziemlich zurückhalten jetzt nicht auch noch damit anzufangen. „Lach ruhig.“, sagte ich leise und mit einem traurigen Unterton zu Bill. Er schaute mich irritiert an und sein grinsen verschwand sofort von seinem Gesicht. „Ey Larissa, was ist eigentlich los mit dir?! Du warst gestern schon so merkwürdig drauf.“ Auch Tom hörte auf zulachen und schaute mich besorgt an. „Genau! Bill hat Recht. Was ist los mit dir? Liegt es an uns, an deiner nicht ganz korrekten Schwester oder bist du immer so?“ Tom sprang auf eine Bank und setzte sich auf die Lehne. Bill tat es ihm gleich und ich setzte mich langsam zwischen die beiden. „Also… wisst ihr… Marina hat mit Leon geredet. So nen Typ aus ihrer Clique halt. Ja und der sollte eben mit mir reden. Hat er auch. Gestern. Ich war noch kurz am schwarzen Brett, bevor ich zum Nachsitzen bin, dann ist er einfach so auf mich zu gekommen und hat mir gesagt…“ Ich musste kräftig schlucken als ich wieder an diese widerliche Stimme dachte. „… er hat gesagt, ich sollte mich von euch fern halten sonst passiert noch irgendwas schlimmes.“ „Ui, daran hast dich aber nicht wirklich gehalten.“ Sagte Tom. „Nein, eben ganz und gar nicht!“ verzweifelt blickte ich zwischen Bill und Tom hin und her. „Und deshalb warst du gestern auch so abwesend, als du bei uns warst, oder?“ „Mhm“ antwortete ich nur. Wir saßen einige Minuten nur so da, bis Tom plötzlich von der Bank sprang und Bill und ich vor Schreck beinahe runter fielen. „Ich hab’s!“ „Was?“, fragten Bill und ich fast gleichzeitig. „Wir gehen zu diesem Leon hin und stellen ihn zur Rede!“ „Du bist echt lustig Tom. Was willst du dem erzählen? Zudem war es ja nicht seine Idee sondern die von Marina.“, sagte ich zu ihm. „Na und dann gehen wir halt zu Marina.“ Tom war voller Tatendrang, was ich langsam gar nicht mal so schlecht fand. Erwartungsvoll schaute er nun zu Bill. „Bill hallo? Kommst du?“ „Wie, du willst des jetzt machen?“ „Ja, wann denn sonst? Nach dem dieser, wie auch immer er heißt Lary verprügelt hat ganz bestimmt nicht.“ „ Ja, ja schon gut.“ Bill sprang unwillig von der Bank und schlurfte seinem Bruder hinterher. „Und was willst du der erzählen? Marina lass Lary in Ruhe sonst kriegst es mit mir zu tun, oder was?“ „Mh… ja so in der Art.“ Die beiden redeten noch so weiter, aber ich hörte sie schon bald nicht mehr. Ich hatte keine Lust mit zukommen. Es war schon schlimm genug Marina zuhause zu ertragen.

 

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