Zimmer483 ">

Kapitel 4 

In meinem Zimmer angekommen, setzten wir uns erst mal auf mein Bett. Melle schaute mich ganz erwartungsvoll an. „Jetzt komm erzähl schon.“ „Ja, okay. Also, er hat mit seiner Freundin Schluss gemacht. Nja, besser gesagt, sie hat mit ihm Schluss gemacht.“ Ich holte kurz Luft und erzählte dann weiter. „Ja, sie hat ihn irgendwie voll verarscht und so. Jetzt ist er halt voll depri drauf.“ „Hm…“ „Was hm?“ „Nix hm.“ Sie schaute mich an und lächelte „komm, des wird schon wieder. Und außer dem kann es dir doch auch eigentlich egal sein, oder?“ „Ja schon.“ Ich schaute auf den Boden. Wieso war ICH jetzt plötzlich so depri? Ich hab ja wirklich nichts damit zutun. Außer…hm. Ja, außer, dass ich schon von Anfang an gewusst hatte, dass des nichts wird. Na ja, Melle hatte ja Recht. Mir konnte es doch wirklich egal sein. Außerdem hatte ich ja schon genug eigene Probleme… „Hey Vivi! Gehen wir mit Sugar raus?“ Melle war, während ich mal wieder in Gedanken versunken war, aufgestanden und stand jetzt mit Sugar an der Seite in meiner Zimmertür. „Ja, klar. Komm gehen wir.“
Wir gingen mit Sugar noch für ein paar Stunden in den Park und kamen dann irgendwann um halb sechs rum wieder bei mir zu Hause an.

 

Es war in Zwischen schon 22 Uhr und Melle und ich lagen schon im Bett und redeten noch ein Bisschen. Wir hatten uns kurzer Hand entschlossen, dass Melle bei mir übernachtet.
Warum wir schon so früh im Bett waren, wussten wir beide nicht so genau. Vielleicht lag es daran, dass wir mit Sugar ziemlich viel gerannt sind.
Wir redeten auf jeden Fall noch ewig lang über Gott und die Welt und schliefen irgendwann nach Mitternacht ein.

 

Am nächsten morgen standen wir um dreiviertel zehn auf und machten uns für den kommenden Tag fertig. Dann gingen wir runter zum Frühstücken. „Ach ja, wie schön. Meine Eltern und meine Brüder sind beide weg und wir haben das Haus für die nächsten paar Stunden nur für uns allein.“ Wir setzen uns grinsend an den Frühstückstisch und aßen uns mit Massen von Kornflackes voll. Danach setzten wir uns vor den Fernseher und schaut, was morgens denn schon alles so im TV kommt. „Oh wie toll! Spongebob Schwammkopf. Lang nicht mehr gesehen.“ „Oh, wow ja!“ „komm des gucken wir“ Wir schafften es wirklich für zehn Minuten Spongebob Schwammkopf zugucken, bis ich dann auf den roten Knopf zum ausschalten drückte. „Hä! Was soll das?!“ Ich ignorierte ihre Frage und fragte sie dagegen „gehen wir ins Schwimmbad?“ „Ja von mir aus. Können wir machen. Dann müssen wir aber noch mal kurz zu mir um Sachen zuholen.“ „Ja, mach wir dann. Dann hol ich jetzt mal noch schnell meine Sachen und du darfst so lange noch weiter Baby Filme gucken.“ Sie schmiss mir noch ein Kissen an den Kopf, bevor sie sich die Fernbedienung schnappte und durch die Programme zappte.

 

Ich rannte die Treppe rauf und packte alles schnell zusammen. Als ich wieder unten angekommen war hörte ich die Melodie von „Durch den Monsun“. Melle starrte auf den Fernseher. Ich musste beinahe los lache, als ich sie so sah. „Hey Melle, noch anwesend?“ Keine Antwort. Im Fernseher lief immer noch dieses Lied. Ich redete einfach weiter. „Also wenn du wieder auf die Erde zurückgekehrt bist, können wir uns dann mal so langsam auf unsere Fahrräder schwingen und zu dir fahren. Damit wir’s heute noch irgendwann ins Freibad schaffen.“ „Hä?!“ Melle schaute mich leicht end Geistert an. „Ah so, ja stimmt. Wir wollten ja ins Schwimmbad.“ „Oh, im Ernst? Darauf wär ich ja jetzt mal nie gekommen.“ Ich schaute meine Freundin angenervt an und sie schaltete in höchst Geschwindigkeit die Klotze aus.

 

„Hey, wieso hast du dir des da vorhin rein gezogen?“ Ich stand im Flur bei Melle zu Hause und wartete auf sie. „Was rein gezogen?“ „Ja diesen Clip von Durch den Monsuuun…“ „Ach so, den. Weischt, ich wollt halt auch mal wissen was am Freitag so auf uns zukommt.“ „Ah…du wolltest NUR wissen was auf uns zukommt…mhm. Klar doch…“ Ich grinste Melle frech an und machte mich schon auf eine lange Jagt durch ihr Haus gefasst.
Melle grinste genauso frech zurück und, wie erwartet, jagte sie mich durchs ganze Haus.
„Puh…man bin ich jetzt fertig!“ Sagte ich und lies mich erschöpft aufs Sofa in Melles Zimmer fallen. „He, he. Willste noch mal?“ Melle saß grinsend mit einem Kissen in der Hand auf ihrem Sofa und schien sehr entschlossen noch ein Mal mit der Schlacht an zu fangen. „ Neiiiin! ,kreischte ich laut los und versteckte mich schon mal, Sicherheitshalber, unter einem großen Kissen. „Ja,ja schon okay. Komm wir wollten heut noch ins Schwimmbad.“ „Hä?“ Jetzt blickte ich’s mal wieder nicht. Kurz überlegen… „ Ach so, ja, hast ja Recht. Wir wollten ja noch ins Bad…“ Melle schmiss mir das Kissen jetzt doch noch ins Gesicht und rannte dann zur Haustür, bevor ich sie noch mit dem Kissen hätte treffen können.

 

„Jetzt komm endlich.“, schrie ich zu Melle ins Haus. Sie wollte noch was zum Essen holen und war deshalb noch mal ins Haus gerannt. „Ja… bin ja schon da.“ Wir fuhren zum Freibad, trafen da noch ein paar Freunde und machten uns dann, nach vier Stunden Freibad chillen, wieder auf den Weg nach Hause.

 

Als ich wieder zu Hause ankam, war niemand daheim.
Ich fand einen Zettel auf der Kommode im Flur.
„Sind bei Susanne.
Kommen zum Abendessen wieder.
Nick ist auf na Party und Jimmy auf irgendeinen Geburtstag mit Übernachtung.
Viele Grüße
Mama und Papa

 

Ja, ja bis zum Abendessen wieder. Das heißt so viel wie, heut Nacht um vier schauen wir vielleicht mal vorbei. *smile* Na ja, dann mal viel Spaß.
Ich stolperte die Treppe herauf und schaltet meinen PC an.
Mal schauen, ob auch mal wieder jemand an mich gedacht hat und mir ne Mail geschickt hat.
Eine…zwei…drei…vier… Ah… wow vier Menschen die an mich gedacht haben.
Okay, zwei sind irgendwelche Newsletter, eine ist von Anne-Marie und die andere von… Jochen? Hä? Seid wann schreibt der mir Mails. Ne halt mal. Woher hat der überhaupt meine Mail- Adresse? Ui… das interessiert mich jetzt. Ich klickte auf die Mail und sie öffnete sich. Ach wie toll! Ein Kettenbrief. Ich ging mit der Maus noch mal nach ganz unten, aber fand da auch nichts Besonderes. Nur ein: Schicke diese Mail an alle Menschen aus deinem Postfach, sonst wirst du Pech im Leben haben. Na ja, was hätte ich auch anderes erwarten sollen. Ich löschte die Mail, weil mich diese Kettenbriefe einfach nur annervten.
Okay, dann mal schauen, was Anne mir so nettes schreibt. Ach nee! Noch so’n blöder Brief. Denen fällt echt nichts Besseres ein, was sie mir schreiben könnten. Also, auch löschen.
Ich schaute mir noch schnell die zwei Newsletter an (einer über Green Day und der andere über die Pussycat Dolls), dann schaltete ich den PC wieder aus.
Es war in zwischen doch wirklich schon viertel nach acht und mein Magen gab schon hungernde Geräusche von sich.
Dann mal ab nach unten. Wir haben Hunger! Ich musste lachen und lief die Treppe nach unten in die Küche.

 

Ich hatte gegessen, meine Eltern waren immer noch nicht da und es war schon zwanzig vor zwölf. Und bevor ich jetzt doch noch vor dem Fernseher eingeschlafen wäre, begab ich mich langsam nach oben in mein Zimmer...

Main

Refresh
Gästebuch
Kontakt
Archiv
About us
Credits

Fanfiction

Bitte mitmachen!!! Kartenhaus
Sag niemals nie

Music

Designer

Gratis bloggen bei
myblog.de