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Chapter 5 

Der Sonntag verlief wie jeder Sonntag mit spät Aufstehen, den ganzen Tag nur rumhängen und gar nichts machen. Ich liebte diesen Tag. Doch gleich Zeitig hasste ich ihn dafür, dass am nächsten Tag dann wieder die Schule begann. Oh nein! Nächste Woche ist ja dieses Treffen. Hm, was könnte ich da am besten anziehen…? Ach Gott! Warum denk ich eigentlich an so was? Aber mal kurz weiter denken… Ich konnte mich einfach nicht davon abhalten. Ich glaub ich zieh was ganz normales an. Genau. Okay, dass wären dann mal die letzten Gedanken, die ich für den Freitag verschwendet habe. Lieber denk ich mal an die Tage danach…Ferien. Ach ja, ich freu mich ja schon so dolle arg. Bloß blöd, dass alle in den Urlaub fahren und ich muss sechs Wochen zu Hause rum gammeln.

Der Sonntag war vorbei und mein Wecker weckte mich unsanft um halb sieben. Ich stand auf und wackelte noch total verschlafen zum Badezimmer und knallte prompt gegen die verschlossene Tür. Wieso is die Tür denn zu? Normaler Weiße ist die doch offen.

Es war mal wieder so ein Morgen, an dem die ganze Familie urplötzlich auf die tolle Idee kommt und ins Bad rennen muss. Ob wohl ich die Jenige war, die das Badezimmer um halb hatte. Unverschämtheit! In dem Moment knallte die Tür auf, direkt an meinen, ohnehin schon stark schmerzenden Schädel. Natürlich war es Jimmy, der sich mal wieder vorgedrängelt hat. „Sammal du kleines Arschloch! Erst vordrängeln und mir dann noch die Tür in die Fresse hauen!“ Jimmy schaute mich erschrocken an und rannte dann in sein Zimmer. „Ja, ja renn nur weg. Rache ist süß mein Kleiner…“ Ich ging ins Bad und knallte die Tür hinter mir zu. Na super! Jetzt krieg ich ne Beule und komm auch noch zu spät. Ich hatte natürlich richtig gedacht.

Mein Fahrrad abgestellt, rannte ich in die Schule ins Klassenzimmer. Mein Mathe Lehrer war, wie erwartet, auch schon da. „Vivien, du bist eine gute viertel Stunde zu spät. Wie lautet deine Ausrede dieses Mal?“ Ich wollte grade ansetzen als dieses Etwas von Lehrer mich mit einer mündlichen sechs und einer Strafarbeit auf meinen Platz verwies. „Das Schuljahr ist noch nicht vorbei, meine Liebe.“ Ich hätte ihm am liebsten alles Mögliche an den Kopf geworfen. Wie konnte dieser Lehrer mir bloß die Schuld geben, dass ich zu spät bin? Ich hab vielleicht noch so was wie nen kleinen, nervigen, mir die Tür in die Fresse hauenden Bruder, dem man doch die Schuld geben könnte. Aber nein, mal wieder krieg ich hier alles ab.

Auch diese Woche verging wieder so schnell, dass ich mir immer mehr überlegte, wie ich doch noch irgendwie um den Freitag rum kam. Aber es half eben nichts. Ich wurde nicht krank und vorspielen ging auch nicht, weil meine Mutter das schon geahnt hatte.

Es war Donnerstag, dritte Stunde Deutsch bei Frau Freu-Mich-schon-riesig-auf-Tokio-Hotel-Hauser. Melle und ich quälten uns ja eh schon durch diese verdammte Hitze und dann kam die auch noch mit dem Treffen. „So meine Lieben. Nun ist es ja schon bald so weit. Morgen um halb elf treffen wir uns vor der Schule und gehen gemeinsam zu Tokio Hotel“ Bei diesen Worten ging das Gekreische und (komischer Weiße auch schon) Geheule los. Melle und ich schauten uns das an und mussten plötzlich, wie verrückt los gackern. Es war wirklich eher ein Gackern als ein Lachen.

Plötzlich merkten wir, dass wir von allen leicht verwirrt an geguckt wurden. Wir hörten ganz schnell damit auf und setzten uns wieder normal hin. Frau Hauser räusperte sich und fing wieder an über morgen zu reden. Ich hörte ihr nur so halbwegs zu und war so ziemlich erleichtert, als es klingelte. Wir hatten nur noch eine Stunde, weil es wegen der starken Hitze Frei gab.

Es war Freitagmorgen, halb zehn und ich war mal wieder allein zu Haus. Ich stand langsam auf, hatte ja noch genug Zeit zum fertig machen, und suchte ein paar Sachen zusammen, die ich unbedingt heute brauchen würde. So was wie iPod, oder Handy. Dann ging ich ins Bad und duschte mich erst Mal. Nach einer angenehm warmen 10 Minuten Dusche. Zog ich mich, noch relativ gut gelaunt, an. Es war Punkt halb elf und ich stand schon mit Melle, Jochen, Marie, Katrin, Simon und David vor der Schule. „Also, was glaubt ihr was das für ne Überraschung wird?“ fragte Jochen in unsre kleine Runde. „Ach Überraschung? Was für ne Überraschung?“ Ich hatte da mal wieder irgendwas total verpeilt und schaute alle mit einem Frageblick an. „Na DIE Überraschung. Von der die Hauser doch vor zwei Wochen geredet hat.“ Sagte Katrin leicht genervt, weil sie wohl ein Mal keinen Bock hatte und dann mal wieder gemerkt hatte, dass ich wahrscheinlich mehr als die Hälfte der Stunde gepennt hatte. „Okay, also mir ist des ja so ziemlich egal, was des für ne Überraschung ist. Freu mich eher mehr auf den Samstag nach diesem Tag.“ Meinte Simon, der die ganze Zeit schon irgendwas mit seinem IPod machte. „Was machst du da eigentlich?“ „Mein Akku is alle und ich versuch grad, ob er doch noch irgendwie angeht. Sonst werd ich diesen Tag doch wohl kaum überleben.“ „Tja, selber schuld, wenn man eben zu blöd dafür ist seinen iPod nen Tag vorher noch mal auf zuladen.“, das kam von Melle und daraufhin bekam sie auch gleich einen bösen Blick von Simon zu spüren.

Endlich tauchte Frau Hauser mal auf und begrüßte uns so glücklich wie noch nie zuvor. „Oh man, is die gut drauf.“ Sagte ich zu Melle. Melle nickte nur, weil sie mal wieder zuhören musste. Was auch immer das bringen sollte. Ich mein, uns interessiert des doch eh nicht. Na ja, dann werd ich doch auch mal meine Öhrchen spitzen, vielleicht kommt ja doch noch was Gutes. Frau Hauser hatte uns nur davon erzählt, dass wir die Band erst um halb zwei treffen können und wir deshalb noch für zwei Stunden in der Stadt bleiben werden. Es wurde natürlich wieder total heiß und wir hatten uns alle an die nächst Beste Eisbude gestellt. Bis unsre ach so liebe, nette Frau Lehrerin wieder mit große Reden schwingen anfing. „Also, es ist ein Uhr. Schnappt eure Sachen und folgt mir.“ Sie trällerte irgendwas vor sich her, was irgendwie nach Tokio Hotel klang und wir, Melle und ich, bekamen wieder ein Mal einen unserer berühmten Lachflashs.

Jetzt standen wir, meiner Meinung nach, vor dem Haus, in dem das Tonstudio von Tokio Hotel sein müsste.

Vor diesem Haus stand auch ein Mann der wohl der Produzent ist. Der Mann kam mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht auf uns zu und begrüßte uns. Dann erzählte er uns noch irgendwas von wegen wir dürften ja nicht kreischen, heulen oder umkippen. Was mich aber eher weniger interessierte, da mir das wohl kaum passieren würde. Dann war es auch schon so weit. Wir wurden die Treppen hoch in einen großen Raum geführt, den man hier als Tonstudio bezeichnete. Okay, natürlich sah man ja auch, dass es eins ist. Wir schauten uns alle um. Vor allem unsere Kreischweiber, wie wir sie ja auch immer zum Thema Tokio Hotel nannten. Fünf von ihnen liefen Hand in Hand und wahrscheinlich total aufgeregt durch den Raum.

 

Melle und ich setzten uns auf zwei Stühle die an einem größeren Tisch standen. In dem Moment ging die Tür auf und die vier Jungs kamen in den Raum. Natürlich ging da Gekreische wieder mal los und unsere Lehrerin versuchte vergeblich die Mädels davon abzuhalten. Melle und ich bekamen dazu natürlich auch wieder unseren absoluten Lachflash, der so schnell nicht wieder aufhören würde.

„Jetzt seid doch endlich mal ruhig!“ schrie Frau Hauser noch ein Mal und dieses Mal wirkte es auch. Bloß hatten wir noch nicht aufgehört zulachen und alle, inklusive Tokio Hotel, schauten uns ganz verdattert an. Blöd war eben bloß, dass Melle es noch nicht bemerkt hatte und ich dann immer noch mit ihr mitlachen musste.

Plötzlich waren wir aber nicht mehr die einzigen. Bill und Tom lachten sich anscheinend auch total einen ab. Warum auch immer. Na ja, wahrscheinlich sah es zu komisch aus, wie wir da auf den Stühlen saßen und kurz vorm Fallen waren. „Melanie und Vivien heut sofort auf. Sonst schmeiß ich euch noch raus.“ „Hey, lassen sie sie doch. Man darf ja wohl noch lachen.“ Das kam von Tom. Wir hatten inzwischen aufgehört und ich schaute zu Tom rüber. Er grinste mich nur an. Nach diesem, ganz lustigen Anfang, hatten wir uns alle an den Tisch gesetzt und unterhielten uns mit den Jungs. Wobei unsere Fans die meisten Fragen stellten. Nach einem zwei, drei stündigen Gespräch stand Bill auf und sagte: „Also Leute, Georg, Gustav und ich werden euch jetzt durch unser Studio führen, danach geben wir ja dann noch ein Konzert bei dem alle mitkommen dürfen die wollen und…“ „Was ist mit Tom?“, unterbrach Sabrina Bill. Tom schaute seinen Bruder an. „Tom geht schon mal vorher zur Halle und schaut sich das ganze an.“ „Oh…schade.“ Kam es dann von Sabrina. „Tja, einer muss nun mal gucken wies da so aussieht.“ Tom stand auf und ging in einen Nebenraum. Bill, Gustav und Georg fingen an uns irgendwas über das ganze Zeug hier zu erklären. Oh ne, kommt Leute. Auf so was hab ich ja jetzt mal gar keinen Bock. Bessere Idee! Mal schauen ob mich Tom vielleicht mitnimmt… Ich löste mich von meiner Klasse ab und ging zu Tom, der auch schon aus dem Nebenzimmer kam. „Hey“ „Hey“  Wow, was für ein tolles Gespräch. „Äh… du Tom. Kann ich vielleicht mit dir mitkommen?“ „Hm…? Äh..ja…äh…denk mal schon. Also von mir aus schon. Warum eigentlich?“ Er schaute mich mit seinen irgendwie….wunderschön Haselnuss braunen Augen an. Oh! Scheiße, an was denk ich hier denn schon wieder. „Hey ,noch da?“ „Äh ja. Scheiße. Ups…sorry.“ Na super, jetzt hab ich’s ja mal total vermasselt. „Okay, also ich wollt mit kommen, weil…“ er schaute mich erwartungsvoll an. „ Weil ich keinen Bock hab, hier mir euer Studio anzuschauen, was mich ja eh nicht interessiert und bevor ich mir hier doch noch langweile, hab ich mir gedacht, vielleicht könnt ich ja mit dir mitkommen.“ Tom musste lachen. Anscheinend hat er wohl jetzt etwas anderes erwartet. „Na dann komm. Dann hab ich wenigstens jemanden zum labern.“ Wir grinsten uns an und gingen runter auf die Straße. Wir mussten schnell in das Auto einsteigen, nicht dass uns, bzw. Tom, noch irgendein  total gestörter Fan sieht.

Tom und ich stiegen beim Hintereingang aus und gingen in die Halle. „Hossa, wie lehr sieht das denn hier aus?!“ „Tja, ja. Hier kommen später ca. 8000 Fans rein.“ Wir standen auf der Bühne und guckten in die noch lehre Halle. „Ja, ich fands am Anfang auch immer voll komisch als wir hier in die Halle gekommen sind und noch keine Sau drin war. Hab mich aber inzwischen dran gewöhnt.“ „Okay, und was musst du hier jetzt machen?“ „das, was wir hier grad tun. Gucken ob mir alles soweit gefällt und so was halt.“ „Bleiben wir dann auch hier oder fahren wir wieder zurück?“ „Ja, wir bleiben hier. Lohnt sich ja nicht mehr zurück zufahren. Die andern müssten ja dann auch schon so in na Stunde kommen.“ Wir liefen noch ein Bisschen auf der Bühne rum und gingen dann in den Backstagebereich. „So und was mache wa jetzt?“ ich schmiss mich auf das Sofa und schaute Tom grinsend an. Irgendwie war es ja nun doch nicht so schlimm geworden, wie ich dachte und Tom war eigentlich ganz nett. „Weiß nicht.“ Er setzte sich zu mir. „Was machst du eigentlich so? Ich mein, du weißt wahrscheinlich mehr über mich als ich über dich.“ „Na ja, also viel weiß ich ja jetzt auch nicht wirklich. Bin ja nicht so’n Fan von euch.“ „Okay. Find ich gut. Dann hab ich endlich mal wieder was mit nem normalen Menschen zutun und nicht mit einem der glaubt, er wüste schon alles über mich.“ „Gut, dann… hast du Haustier oder so was? „Ja, ich hab nen Hund und ne Katze.“ „Oh, wie geil. Ich hab auch nen Hund und zwei Brüder.“ Tom musste lachen „Wie? Du bezeichnest deine Brüder als Haustiere?“ „Quatsch nein. Dann würden sie ja besser auf mich hören.“ Wir redeten noch eine ganze Weile über alles Mögliche. Tom war mir in der Zeit schon ziemlich nahe gekommen. Ich regte mich gerade darüber auf, dass alle in den Urlaub fahren durften und ich zu Hause bleiben musste, als er mir lächelnd einen Finger auf die Lippen legte. Plötzlich kam er mir noch näher als überhaupt schon und wollte mich gerade küssen. Als plötzlich meine Klasse, mit Sabrina voran, in das Zimmer kam.

 

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