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Chapter 6 

Erschrocken starrte sie erst Tom und dann mich an. Wir saßen immer noch so da wie vor wenigen Sekunden. Inzwischen hatte sich die Klasse an Sabrina vorbei gedrängt und schaute uns nun auch total geschockt an.

 

Tom und ich hatten als erstes wieder zurück gefunden und standen dann schnell auf.

 

„Hey Leute, was denn hier los?“ Georg kam mit Bill und Gustav in den Raum. „Nichts, nichts. Was soll denn sein?“ Tom schaute die drei unschuldig an. „Ja, ja. Schon okay. Also wir müssen jetzt rüber ihr wisst ja dann wo ihr hin müsst, oder?“ Bill schaute in die immer noch geschockte Klasse. Frau Hauser, die als letzte rein kam und deshalb davon gar nichts mit bekommen hatte sagte nur „ja, ja“ und stellte sich dann vor ihre Klasse. Ich ging schnell zu den anderen, wobei mich Melle immer noch total end Geistert anschaute.

 

„Wer möchte jetzt alles hier bleiben?“ Alle Jungs und ein paar Mädchen (unter denen auch Melle und ich waren) meldeten sich. „Na gut. Dann kommt der Rest mit mir mit.“

 

Sie folgten Frau Hauser und alle schauten mich irgendwie nur böse an.

 

Als sie die Tür hinter sich schlossen setzte ich mich erst mal total verplant auf das Sofa.

 

„Ey, der Kerl hat dich doch jetzt nicht im Ernst geküsst, oder?“ fuhr mich Melle aber dann auch schon an. „Nein! Ihr habt ihn ja davon abgehalten.“ Melle schaute mich ungläubig an. „Warum bist du überhaupt mit dem mit gekommen?“ „Weil ich einfach kein Bock auf des Studio hatte und…“, fing ich klein Laut an und ließ es dann aber doch bleiben.

 

Ich hatte wirklich keine Lust Melle jetzt noch irgendwas zu antworten, was ich den anderen ja dann auch wieder erklären müsste. Außerdem kam das für mich ja auch ganz plötzlich. Was hätte ich denn da gegen tun sollen?

 

Melle hatte sich neben mich gesetzt und spielte mit ihrem Handy rum. Ich schaute ihr einfach nur zu und dachte noch einmal über das, was da gerade passiert war nach.

 

 


Also das Konzert vorbei war kam unsere Klasse langsam in den Raum rein.

 

Hoffentlich haben sie es schon vergessen. Betete ich gen Himmel.

 

Okay, was soll ich jetzt machen…sitzen bleiben und darauf warten, dass mich die Mädels blöd anlabern oder lieber raus gehen…

 

Ich entschied mich für letzteres und schlich mich langsam aus dem Zimmer. Ein Glück hatten mich nur ein paar Jungs bemerkt, denen das ganze eh so ziemlich egal war. Ich schloss die Tür leise hinter mir und setzte mich auf den Boden im Flur. Irgendwann schloss ich die Augen und fiel wieder in irgendwelche komischen Gedanken, die ich mir selber nicht wirklich erklären konnte…

 

 


„Hey, was machst du denn noch hier?“ Irgendjemand hatte sich vor mich gesetzt.

 

Es war Tom. Ich schaute ihn fragend an.

 

„Deine Klasse ist schon längst wieder auf’m Weg in die Stadt.“

 

Ich schaute an Tom vorbei zu der offenen Tür. Wirklich, die anderen waren schon alle weg.

 

„Wieso sind die schon weg?“ „Äh…du es is schon kurz vor zehn und wir wollten mit euch noch auf ne Party gehen.“ „Auf ne Party?“

 

Aha, also das war die Überraschung.

 

„Okay, also kommst du jetzt? Kannst ja dann mit uns mitfahren.“

 

Tom stand auf und streckte mir seine Hand aus. Ich überlegte nicht lange und schnappte sie mir. Jetzt stand er genau gegenüber von mir. Wir guckten uns an. Er schaute mir genau in die Augen und unsere Gesichter waren jetzt nur noch wenige cm von einander entfernt. Ich konnte seinen Atem spüren. Er strich mit einer Hand über meine Wange und kam mir noch näher.

 

Dann küsste er mich. Ich war so überrumpelt, das ich ein Bisschen brauchte, bis ich richtig verstanden hatte, was hier gerade geschah.

 

Wir standen da und küssten uns und es war so schön, … so wunderschön. Noch nie hatte mich jemand geküsst, der so zärtlich war.

 

Irgendwann…mir kam es vor, wie nach einer halben Ewigkeit, ließen wir von einander los.

 

Ich hatte meine Augen immer noch geschlossen und als ich sie langsam wieder öffnete, schaute ich wieder in diese wunderschönen, Haselnuss braunen Augen.

 

Tom schaute mich an und lächelte. Er strich mir eine Haarsträne aus dem Gesicht und senkte seine Hand darauf wieder.

 

Wir standen wieder nur da und schauten uns an.

 

Es war so schön gewesen. Irgendwie so… unbeschreiblich schön.

 

„Also, ich würd sagen, wir sollten dann mal gehen.“ Ich nickte nur stumm. Tom nahm meine Hand und ich lief einfach neben ihm her.

 

Als wir draußen angekommen waren ließ er meine Hand los und ging zu seinem Bruder. Ich lief ihm langsam hinterher. Sie redeten irgendwas von wegen, dass sie mich doch mitnehmen könnten, da ich mich vorhin im Klo eingesperrt hätte und nicht mehr raus gekommen wäre…hä?!

 

Auch egal, Hauptsache sie nehmen mich mit.

 

 


Wir saßen alle schweigend im Auto und fuhren Richtung Innenstadt. Ich saß neben Tom und spielte verträumt mit seiner Hand rum, die dicht neben meiner lag. Ich merkte plötzlich, dass mich Bill anschaute und blöd grinste. Ich grinste blöd zurück und er drehte sich gleich darauf auf seinen Platz zurück. Ich hörte nur noch ein fröhliches „Tralala…, Mhmmm…“, bevor ich auch schon wieder in irgendwelche Gedanken versunken war und weiter mit Tom’s Hand spielte. Ihm machte das anscheinend gar nichts aus. Nein, im Gegenteil. Er spielte sogar mit. *g*

 

 


„Hey, aufwachen, ihr zwei Turteltauben. Wir sind dahaa…“ Anscheinend war ich eingeschlafen. Auf jeden Fall wurde ich unsanft von einem kalten Luftzug geweckt, den Bill verursachte, in dem er die Tür öffnete. Tom war wohl auch eingeschlafen und fauchte Bill erst mal heftig zusammen, auf das der sich nur beleidigt um drehte und zu Georg und Gustav ging.

 

„*gähn* Sam mal, hab ich gepennt?“ Tom schaute mich leicht verschlafen an.

 

„ Weiß net. Bin ja auch grad erst aufgewacht.“ „Na komm, gehen wir raus, deine Klasse ist wahrscheinlich schon da.“ Ich schaute ihn verunsichert an. „ Ach so…, stimmt ja. Na ja, wir müssen ja nicht zu denen gehen. Könn uns ja auch selbst beschäftigen.“ Er zwinkerte mir zu und stieg aus.

 

Oh Gott! Jetzt bin ich ja mal noch verwirrter.

 

„Kommst du?“ Tom gab mir seine Hand und schaute mir wieder so schön tief in die Augen, wie bei unsrem ersten Kuss. Es war so schön gewesen…

 

Wir gingen zu Bill, Georg und Gustav, um mit ihnen rein zugehen.

 

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