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Chapter 7 

„Wow, is hier was los!“ kam es von Bill, der als erstes den Partyraum (Saal) betrat.
„Okay, Leutz. Let’s dance!“ Sagte Georg und bewegte sich auch gleich auf die Tanzfläche.
Bill und Gustav gingen an die Bahr, wo ich schon ein paar Leute aus meiner Klasse sah. Tom hatte sie anscheinen auch schon entdeckt, denn er zog mich ins hinterste Eck auf der Tanzfläche. Wir tanzten alle total ab und es machte mega Fun.

 

Irgendwann zog mich Tom in einen, nur leicht beleuchteten, Gang. Er drückte mich an die Wand und küsste mich wieder. Alles um uns, wirkte nur noch verschwommen und es war wieder so fantastisch, wie er mich küsste.
Wir wurden immer leidenschaftlicher. Tom zog mich immer näher zu sich rann bis er langsam mit seiner Hand unter mein T-Shirt fuhr…
Irgendwann…es kam mir mal wieder vor, wie eine halbe Ewigkeit, hörte ich eine Mädchenstimme, die so verdammt ähnlich wie die, von Sabrina klang. Dann war es wieder weg. Tom und ich küssten uns immer noch, als wir plötzlich einen lauten Aufschrei und ein Schluchzen hörten.
Wir lösten uns langsam von einander und sahen gerade noch, wie meine Vermutung (Sabrina) den Gang in Richtung Toilette rannte. „Hups…“ Tom schaute mich grinsend an. Ihm war das wohl gerade so ziemlich egal gewesen.
Er wollte mich gerade wieder küssen, doch irgendwas in mir sagte mir, dass es jetzt nicht ging. Ich wich ihm aus und schüttelte nur mit dem Kopf. Dann rannte ich Sabrina hinterher, die schon auf dem Mädchen Klo verschwunden war. Im Augenwinkel sah ich Tom, der sich verwirrt auf den Boden setzte und mir hinterher schaute.

 

Okay jetzt mal tief Luft holen, sie wird mich schon nicht umbringen.
Ich legte meine Hand auf die Türklinke und öffnete sie langsam. Da hörte ich auch schon ein leises Schluchzen, das aus der hintersten Toilette kam. „Sabrina?“ Ich bewegte mich langsam zu der hintersten Tür. „Sabrina. Was ist los? Hab ich irgendwas falsch gemacht? ...“
Oh Mist! Wieso frag ich so was. Natürlich hab ich aus ihrer Sicht was falsch gemacht. Sie ist doch so was von arg in Tom.
„Ob du was falsch gemacht hast?!“ Sabrina knallte die Tür auf. „Ob du was falsch gemacht hast?!“
Mein Gott, inzwischen weiß ich auch schon, dass ich ne falsche Frage gestellt hab.
„ Natürlich! Für DICH hast du nichts Falsches gemacht. Aber hast du eigentlich auch mal an all die anderen Tom-Fans gedacht? Die, die ihn wirklich lieben?“
Ich setzte einen ziemlich verplanten Blick auf.
Die, die ihn wirklich lieben? Weiß sie überhaupt wer Tom in Wirklichkeit ist? Kann sie überhaupt sagen, dass sie ihn wirklich liebt?
„ Nein, anscheinend hast du mal wieder nur an dich gedacht.“ Sie schaute mich sauer und gleich Zeitig total traurig an.
„Weißt du…du kannst nicht sagen…, dass du ihn liebst…“
„ Ach ja. Und du kannst das.“ „Nein, dass hab ich nicht gesagt. Ich mein…“ „Ach komm! Es ist doch eindeutig. Wie du mit ihm getanzt hast, ihr euch dauern so in die Augen geschaut habt oder als du ihn geküsst hast.“ „Mensch Sabrina! Ich weiß doch selber nicht, was da gerade passiert. Für mich kam das doch auch alles ganz plötzlich.“ „Ach, weißt du was…Geh einfach…“ Hey Sabrina, jetzt komm. Ich…“ „Nein, jetzt geh einfach. Geh wieder zu deinem Tom. Du nervst mich einfach nur an.“
Sie drehte sich um und ich spürte richtig, wie sie wieder anfing zuweinen. Ich wollte gerade noch was sagen, aber lies es dann lieber bleiben.

 

Nein, ich lass es. Ich werd jetzt einfach gehen. Ist wahrscheinlich eh besser so.
Ich drehte mich um und ging langsam aus dem Mädchenklo raus.
Warum mach ich mir eigentlich immer solche Gedanken, über so was? Hallo, Vivi! Sie ist noch nicht mal deine Freundin. Ja, genau. Jetzt denk doch erst mal um. An sich müsste ich doch auf sie sauer sein. Na und überhaupt auf meine ganze Klasse. Die haben mich ja wohl mal total vergessen. Okay, ich fand dass ja jetzt nicht soo schlimm… aber Melle hätte ja wenigstens an mich denken können. Stimmt, wo war die eigentlich?

 

Ich ging den Gang entlang und schaute mich suchend um. „ Suchst du zufälligerweise  jemanden?“ Da war wieder mal diese Stimme, die mir inzwischen sehr bekannt vorkam.
Ich schaute auf den Boden und erblickte Tom. „Du sitzt ja immer noch da.“ „Ja logo, hab ja auch auf dich gewartet. Und, ist jetzt wieder alles im grünen Bereich?“ Ich setzte mich zu ihm auf den Boden und blickte ins Leere. „Nein. Ich glaub wir sind nun wieder im übelst roten Bereich.“ Ich schaute ihn an und musste grinsen. Tom sah so verdammt süß aus. Wie er da so saß, mit seinem Cap und mich schief anschaute. Irgendwie erinnerte er mich an Sugar. Immer wenn sie raus, oder was fressen wollte, hatte sie auch diesen super süßen Blick drauf. Bei dem man einfach nicht nein sagen konnte.
Ich beugte mich zu ihm vor und gab ihm einen langen, intensiven Kuss…

 

„Hey, ähm…sorry wenn ich euch jetzt irgendwie stör oder so. Aber habt ihr Sabrina gesehen?“ Wir schauten zu Tanja, Sabrinas besten Freundin, hoch. „Äh… ja. Haben wir.“ Sagte ich immer noch grinsend. „ Ja, okay. Und WO ist sie?“ Tanja war anscheinend mal wieder total genervt von mir und schrie uns beinahe schon an. „ Hey komm mal wieder runter.“ Tom fühlte sich scheinbar total gestört, bei dem was wir hier gerade machten. „ Ähm…ja du. Die müsst noch auf der Toilette sein.“ „Danke!“ „Und weg war sie.“
Tom und ich schauten uns wieder an. „Sollen wir tanzen gehen?“ fragte ich Tom und sprang auch schon wieder auf. Tom folgte mir mit einem „Ja, klar!“ Und wir kamen gerade zu „Don’t cha“ von den Pussycat Dolls auf die Tanzfläche.

 

Wir tanzten das ganze Lied durch und setzten uns dann erschöpft an einen Tisch, der etwas abseits stand. „Hey guck mal, ist da hinten nicht Melle?“ „Wo?“ Tom nickte gerade aus auf ein Pärchen, dass im Moment sehr beschäftigt aussah. Ich musste grinsen, als ich sah, mit wem sie da gerade tanzte. Es war Jochen. „Und mir hier  vor na Woche noch was erzählen, von wegen der Jochen wäre ja soooo blöd.“
 „Wer? Ich?“ „ Nein nicht du. Melle hat mir in der letzten Woche mehr Mals von diesem“Arschloch“ erzählt. Und dass er ja immer so fies  zu ihr wäre. Weiß Gott warum. Ich hab davon jeden Falls nichts mit bekommen und vor so ca. zwei Wochen, war sie eigentlich noch ganz froh, dass er mitkommt…“ „Tja ja, wo die Liebe hinfällt.“ Tom grinste mich wieder an. Dann stand er auf und zog mich von meinem Stuhl runter und führte mich auf die Tanzfläche.
Es lief gerade „Now I Know“ von Rihanna. Ich kuschelte mich an Tom und tanzte mit ihm.
Es kam mir vor, als ob wir uns schon eine Ewigkeit kennen würden. Ich vertraute ihm einfach und wünschte mir, dass dieser Abend nie enden würde.

 

 

Doch leider musste er ja mal enden und auch die Party ging vorbei.
Wir gingen alle raus und verabschiedeten uns noch.
Als sich meine Klasse schon auf den Weg zur U-Bahn machte und Bill, Georg und Gustav in den Van stiegen, blieb ich noch stehen um mich noch mal, etwas länger, von Tom zu verabschieden.
Tom gab mir seine Hand und führte mich um die nächste Ecke. Dann küsste er mich wieder. Als wir von einander losließen, schauten wir uns wieder in die Augen. Er lächelte mich an. Ich lächelte zurück. Doch innerlich weinte ich- oder freute ich mich? Ich sag mal einfach…es waren Freudentränen, die kurz davor waren, aus mir raus zu brächen. Oh doch…ich war ja auch traurig, weil dieser, doch so wunderschöne Tag vorbei war. „Ähm…Vivi??“ „Jah..?“
Oh misst! Ich war schon wieder kurz weggetreten. Mensch, wie konnte ich auch immer in solchen Momenten wegdenken. „Ich glaub du solltest dann mal gehen,… deine Klasse wartet bestimmt schon.“ Ich schaute ihn wieder an.
„Ja, wahrscheinlich.“ Wir schauten uns noch einmal in die Augen und mir floss langsam eine Träne hinunter. Würde ich ihn jemals wieder sehen? Und wenn, würde er mich da überhaupt wieder erkennen? Na ja, so wie er jetzt aussah könnte ihm schon was an mir liegen… Aber vielleicht war er bei anderen Mädchen genauso?
„Tom kommst du endlich?“ das war Bill gewesen.
Man, der musste echt immer im romantischsten Moment stören.
„ Ja, sofort.“ Tom gab mir wieder seine Hand. Ich fühlte, dass da irgendwas drinsteckte. „Okay, dann bis…irgendwann…wenn du mal Zeit hast.“ „Du meinst wohl eher wenn du mal Zeit hast.“ Wenn er überhaupt jemals wieder Zeit für mich hatte. „Ja, hast recht. „ Er musste grinsen. „Na dann,… erst öffnen wenn du in der Bahn bist.“
Er zwinkerte mir zu und ging zum Van.

 

Wow! Ich stand da und musste wohl total verdattert gucken, auf jeden Fall stand Melle plötzlich vor mir und lachte mich an. „ Hey Vivi, komm schon die Bahn fährt gleich.“ Sie gab mir ihre Hand, wo bei ich darauf achtete, dass das, was Tom mir  gerade gegeben hatte in der anderen Hand war.
 Der Van musste wohl kurz nach dem Tom eingestiegen war weggefahren sein, Da er weit und breit nirgends zusehen war. Schade. Am Ende ging’s dann doch wieder so schnell.

 

Ich saß in der U-Bahn und schaute aus dem Fenster raus.
Ich hätte nie gedacht, dass so etwas jemals passieren würde. Ich, dass kleine, unscheinbare Vivileinchen mit dem großen, berühmten Tom von Tokio Hotel. Dazu kommt ja auch noch, dass ich anfangs gar keine Lust hatte hier überhaupt mal aufzutauchen, bei diesem Meet and Greet. Ich habe diese Band gehasst.
Aber…er war einfach so unbeschreiblich…so cool und so nett und…, ohne, dass ich ihn wirklich kannte, konnte ich ihm irgendwie vertrauen. Und das auch alles nur, weil ich einfach so mit ihm mitkommen wollte. Und dann haben wir uns auch schon beinahe geküsst… nein, halt. Wir haben uns geküsst, aber halt erst später, als alle anderen schon weg waren und nicht auf mich gewartet hatten.
Und dann noch auf der Party… Es ging so unglaublich schnell.

 

Ich hatte die Augen geschlossen und ein leichtes Lächeln lag auf meinen Lippen. Als ich die Augen wieder öffnete, spiegelten sich die Gesichter meiner Klassenkameraden im Fenster, die mich schon die ganze Zeit anstarrten.
Was war denn jetzt wieder? Ich hatte mal wieder gar keinen Plan. Ich drehte mich zu meiner Klasse um und schaute sie fragend an.
„Was ist?“ Fragte ich nur. „Äh… Vivi. Du musst uns da schon einiges erklären.“
„ Erklären, Was?“ „Na…, was war da jetzt zwischen dir und Tom?“ Katrin schaute mich erwartungsvoll an, als ob sie irgendwas wollte, was ich mal wieder nicht ganz verstand.
Ich hatte wieder meinen Faden gefunden und überlegte kurz. „Ähm…ja…also, was da war… Keine Ahnung. Weiß nicht wirklich.“ Okay, ich hatte nicht wirklich überlegt. „Wie kA? Du musst doch wohl wissen, was du da die ganze Zeit getrieben hast.“ „Nein, noch nicht ganz. Steh glaub noch en Bissel auf der Leitung“ „Hab ich auch schon gemerkt.“ „Ganz kurz mal: was habt ihr da eigentlich noch gemacht, als wir schon alle zu der Party sind?“ das war Nicole, die auch schon gespannt auf die gewünschte Antwort wartete. „Genau. Tom hat nämlich gesagt, wir sollen schon mal vorgehen. Er würde dann mit dir nachkommen.“
Was??? Jetzt war die Leitung aber dicke. Ich verstand gar nichts mehr.
Okay, Vivi. Jetzt erst mal wieder sammeln. Tom hatte die anderen extra weggeschickt, weil er mit mir allein sein wollte? Mein Herz machte einen Hüpfer. Eyo, des hätte ich jetzt ja mal gar nicht gedacht. Aber wie er es wohl geschafft hat, seine ganzen Fans weg zuscheuchen um mit mir allein zu sein?
„Ich fand das ja schon voll fies von ihm, aber  er hat dann halt gesagt, er wäre dann den ganzen weiteren Abend nur für uns da. Und was war? - Er hing an dir wie eine Klette. Mensch Vivi, war ich neidisch und dann musste Melle auch noch Jochen vögeln.“ Bei ihren letzten Worten beugte Nicole sich leicht zu mir runter damit es auch ja keiner mitbekommen würde. Ja, die Nicole war ja auch so eine die auf unsren Obermacker höchstpersönlich stand. Was ich mal wieder nicht ganz verstehen konnte? Ja, Jochen war voll in Ordnung, aber sich in den verknallen, nee, dass dann auch wieder nicht.
Ach, genau. Wo war Melle überhaupt? Das letzte Mal standen wir kurz zusammen an der U-Bahnstation und dann war sie auch schon wieder zu Jochen verschwunden. Sie hatte mir dann nur noch was von wegen „Ich erzähl dir alles morgen“ gesagt, als ich sie verwundert anguckte. Na ja, ich würde es also erst morgen erfahren.
„ Also Vivi. Spucks aus. Was war da zwischen dir und Tom?“
Ein Glück hielt in dem Moment die Bahn und einige, unter denen auch ich war mussten aussteigen. Ich wollte es jetzt nicht meiner ganzen Klasse erzählen, sie würden es ja so oder so irgendwann erfahren.
Ich beeilte mich ein Bisschen, damit ich vor den anderen in den Bus kam und mich dann in eine dunkle Ecke setzten konnte. Wenn es so was überhaupt im Bus gab…
Ich setzte mich gleich auf einen der vorderen Sitze und hoffte instinktiv, dass die anderen weiter hinten einsteigen würden. Ich hatte Glück. Die drei, die noch mit mir mitfuhren stiegen an der mittleren Tür ein und liefen nach hinten.
Als der Bus endlich losfuhr, fiel mir auf, dass ich das Etwas von Tom immer noch in der Hand hielt. Ich öffnete langsam meine Hand in der sich ein kleiner Zettel befand. Auch den öffnete ich ziemlich langsam, als ob ich nicht wissen wollte, was gleich auf mich zukommen würde.

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