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Chapter 9 

Ich starrte immer noch gebannt auf mein Handy und wartete auf eine SMS von IHM. Vergeblich. Nach fünf min. aufs Handy starren, steckte ich es in meine Hosentasche und schmiss mich aufs Bett. Dort suchte ich die Fernbedienung für meine Stereoanlage. Ich schaltete das Radio ein. Es lief gerade „1-2 Step“ von Ciara. Ich lag einfach nur auf meinem Bett und hörte zu. Normaler Weiße ging ich dabei immer voll ab, aber im Moment wollte ich einfach nur die SMS von Tom bekommen. Es klopfte an meiner Tür und kurz darauf stand Jimmy in der Tür. „Vivi, Mama hat gesagt, wir sollen einkaufen gehen.“ „Wer wir?“ „ja, wir. Du, ich und Nick.“ „Ah gut.“ Ich hätte mich wahrscheinlich riesig aufgeregt, wenn Nick wieder mal nicht mit müsste und ich mich alleine mit Jimmy rum quälen müsste. „Okay, dann mal los.“ Sagte ich und stand auf. Jimmy lachte, aus irgendeinem sonderbaren Grund und rannte zu unsrem großen Bruder ins Zimmer. Ich ging schon mal runter.
Tja, aus dem chill Tag wurde jetzt eben doch nichts. Ich ging ins Wohnzimmer um da noch nach Sugar zusuchen, die es sich wahrscheinlich wieder auf dem, für sie verbotenem, Sofa gemütlich gemacht hatte.
Tatsächlich. Da lag sie und schlief scheinbar Seelenruhig. Ich schlich mich an das Sofa rann und schmiss mich beinahe auf Sugar drauf. Sie zuckte zusammen und schaute mich irritiert an. „Jaa, als ob du’s nicht wüsstest.“ Sagte ich im spielerisch, bösen Ton. „Komm Sugar, wir gehen einkaufen.“ Ich sprang vom Sofa auf und sie folgte mir. Ich ging in den Flur, um die die Leine zu holen, als ich auf der Kommode die Bild- Zeitung sah. Gleich auf dem Titelblatt stand fett gedruckt:
TOM

 

EINE FREUNDIN???

 

Ich wollte gerade weiter lesen, als mich jemand sehr unsanft von der Steller riss.

 

Sugar zog mich an der Leine, aus der Haustür raus. „SUGAR!“ schrie ich wie am Spies, aber aus irgendeinem Grund rannte sie einfach weiter. Als sie endlich stehen blieb fetzte es mich voll auf die Fresse. Ich hob meinen Kopf und wusste in dem Moment sofort, wer bald sterben wird. „JIMMY“ ich sprang auf und lief in Richtung Haus, wo mich meine zwei affigen Brüder schon lachend empfingen. Total sauer zog ich Sugar hinter mir her, die mich nur verdutzt anschaute. Wie auch sonst? Sie war ja nur dem Stock hinterher gerannt, den meine Brüder ihr vor geworfen hatten. Ich dachte mir schon, was die beiden gemacht hatten…
Sie hatten die Leine, die ich schon in der Hand hielt, an Sugar gehängt und einen Stock raus geschmissen, dem sie dann natürlich hinterher rannte. Mit mir, wortwörtlich, an der Leine.
„NICK!“ „JIMMY!“ Ich stand jetzt direkt vor ihnen. „Was sollte die Scheiße?“ schrie ich sie an. Die beiden lachten immer noch wie irre. Na ja, musste wohl auch ziemlich komisch ausgesehen haben, wie ich da so von Sugar hinterher geschliffen wurde und ich jetzt total sauer wieder zu ihnen zurückkam. Ich erwartete unter dem lauten Gelächter von den Beiden erst gar keine Antwort und schüttelte nur grinsend mit dem Kopf.
„Kommt Jungs, sonst macht der Laden noch zu, bevor wir da sind.“ Sie liefen mir zustimmend hinterher und bald beruhigten sie sich auch wieder.

 

Plötzlich dachte ich wieder an die Überschrift in der Bild. Tom hat ne Freundin? Schoss es mir durch den Kopf. Jetzt konnte ich erst richtig drüber nachdenken. Hatte er mich also wirklich nur benutzt und er hatte schon die ganze Zeit ne andre? Plötzlich ging die Trauer in Wut über. Wer auch immer dieses Mädel is. Sie tut mir verdammt leid. Dieses Arsch, hat nicht nur mich benutzt sondern auch sie verarscht. Doch dann musste ich mal wieder umdenken. Moment mal. Freundin. Hatte ich nicht gestern mit ihm… nein. Ich verdrängte den Gedanken gleich wieder. So schnell war die Bild nun auch wieder nicht, dass sie gleich die Bilder vom Abend zuvor am nächsten Tag in der Zeitung hat. Ich seufzte. Nick schaute mich besorgt an. „Alles okay?“ „Hm? Äh… ja, denk schon.“

 

Beim Sheck-In, in unsrem Ort, angekommen setzten wir Sugar vor die Tür, wo sie immer brav wartete. Ich holte uns einen Einkaufswagen und schob ihn schon mal in den Laden.
Nick und Jimmy folgten mir.
Drinnen kamen uns drei Mädchen entgegen, die ich von meiner Schule kannte. Sie fingen an zutuscheln und flüsterten irgendwas von Schlampe und ich bring sie um. Ich spürte richtig, wie sie mich durchdringend von hinten anstarrten. „Was ham die denn?“, fragte Jimmy dann auch noch lauthals in die angespannte Runde. Nick warf ihm einen warnenden Blick zu und schaute dann zu mir. „Was is?“ Ich schaute ihn fragend an. „Ach nichts.“ Ich zuckte mit den Schultern und dachte nicht mehr daran.

 

Wir kauften alles ein, was unsre Mutter auf die Liste geschrieben hatte und stellten uns schon mal an die Kasse. Vor mir standen zwei Mädchen, die gespannt in einer Zeitung lasen.
Ich erschrak, als ich sah, was für eine sie lasen und vor allem, was darin stand.

 

Es war, wie konnte es auch anders sein, die Bild. Aber, was mich am meisten schockte, waren die Bilder. Die Bilder waren nicht besonders scharf, aber man konnte die zwei Personen darauf trotzdem sehr gut erkennen. Ich erkannte sofort Tom, mit seinen weiten Hopper Klamotten und… mich. In nem kurzen Mini mit weißem Top.

 

„Boa…Vivi. Des bist ja du!“ Sofort drehten sich die beiden Mädchen zu Mir und Jimmy um. Arrg… dieser Junge schaffte es echt immer im richtigen Augeblick.
„Ne, des gibt’s net. Du bist doch nicht etwa des Mädel, des mir meinen Tom wegnimmt?“ sagte das eine Mädchen und betonte dabei meinen besonders stark. „Doch, das ist sie. Stimmts ihr seid zusammen und habt gestern in nem Berliner Club voll arg rum gemacht.“ Ich war immer noch total fertig von den Bildern und blickte zuerst überhaupt nicht, was die beiden meinten. „Eeeerlich??? Mit deeem Tooom??“ Dabei zeigte mein kleiner Bruder auf das Titelblatt von der Bild, die dass eine Mädchen schon aufs Band gelegt hatte. Mensch, wieso musste sich dieses Kind immer und überall einmischen.
Ich schluckte ein Mal kräftig und wollte gerade ansetzen, als mein Handy klingelte. Scheiße, wer war das denn jetzt? Ich zog es schnell aus meiner Jackentasche und starrte wie gebannt auf das Display.
Anruf von Tom. Tom. Ich atmete tief durch und drückte ihn weg. Fast im selben Moment schlug ich mir an die Stirn. Oh man! Wie blöd kann man eigentlich sein? So hätt ich mich wenigstens hier raus mogeln können. Na ja, dann mal auf in den Kampf.

 

„Wieso hast du ihn weg gedrückt?“ fragte die Kugel (die mit “meinen Tom&ldquo. „Wen?“ fragte ich unschuldig „Na Tom man.“ Setzte die Pferdefresse (das andre Mädel) hinzu. „Welcher Tom Mann?“ grinste ich. Langsam kriegte ich mich wieder ein. Denen werd ich’s schon zeigen. Die Pferdefresse bezahlte ihre Zeitung und stellte sich demonstrative in den Eingangsbereich. Ihre Kugel folgte ihr brav. So schnell würde ich die beiden wohl nicht loswerden, dachte ich mir und schaute zu Nick, der mich frech angrinste. „Des schaffe ma scho.“ Sagte er und boxte mir dabei gegen die Schulter. Dann bezahlten auch wir.

 

Jimmy war schon raus zu Sugar gerannt, was ich auch ganz gut so fand. Nick und ich gingen, als ob wir die beiden Mädchen nicht sehen würden, an ihnen vorbei und diskutierten über irgendwelche unwichtigen Dinge. Die beiden schauten mir nur verdutzt hinterher. Gut, anscheinend hatte ich falsch gedacht und sie hatten gar nicht mehr vor mit mir zureden. Aber leider wusste ich in diesem Moment noch nicht, was die beiden vor hatten…

 

 

Draußen angekommen klingelte mein Handy plötzlich wieder. Ich zog es aus der Tasche und nahm das Gespräch an. Es war zum Glück wieder Tom.

 

„Hey Süße, warum hast du mich vorhin weggedrückt?“ Oh ich war ja so glücklich seine Stimme wieder zuhören. „Äh…äh…ja.“ „was äh äh ja?“ unterbrach er mich. „Ich ähm hat en Problem mit meinem Handy. Erzähl ich dir vielleicht wann anders.“ „Ja gut. Hab dich nämlich voll arg vermisst.“ Oh man… Wie er das sagte, so süüüß. Ich dich doch auch, sagte ich zu mir, weil gerade Pferdefresse und Kugel an mir vorbei liefen. „Äh…hast du vielleicht morgen en Bissel Zeit für mich“ „Ja klar immer.“ „Gut, weil ich muss mit dir unbedingt über so ne Sache reden.“ Sagte er plötzlich sehr ernst. „Ja… ich glaub wir müssen wirklich mal reden. Über die Sache von gestern und so.“ „Ja, genau, des mein ich nämlich auch. Aber, ey, hab keine Angst wir schaukeln des schon.“ „Joa, klar. Ähm, wann sollen wir uns dann morgen treffen?“ „Also ich würd sagen um halb zwölf bei mir im Hotel. Hab nämlich gesagt, dass ich unbedingt noch ein Tag länger in Berlin bleiben will um dich zu treffen. Ja und ich muss halt dann schon um 16 Uhr rum fahren.“ „Ah, wo hin fährst du?“ „Wieder mal für’n paar Tage nach Hause.“ „Schööön“ Tom musste lachen. „Gut dann treffen wir uns morgen im Adlon?“ „What? In dem geilen Hotel bist du?“ „Ääääh…, ja bin ich. Aber ist eher neben Sache. Also du kommst?“ „Klar doch. Morgen ist Sonntag. Da hab ich nichts zu tun.“ „Dann ciao. Muss aufhörn, Bill will irgendwas.“ „Ja dann…“ Tu tu tu… weg war er.

 

„Ey Vivi, kommste jetzt? Ich will noch mit nen paar Freunden weg.“ Nick schaute mich erwartungsvoll an. Endlich nahm ich mein Handy vom Ohr und drückte langsam auf die rote Taste. Morgen würde ich ihn endlich wieder sehen. Mir fiel plötzlich auf, dass ich ihn ja noch nicht mal richtig kannte. Ich musste unbedingt mit ihm reden. Über alles

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