Zimmer483 ">

Chapter 11 

Wild knutschend drückte mich Tom auf das Hotelbett. Ich spürte, wie seine Hand langsam unter mein dünnes Top wanderte und Sekunden später hatte er es mir auch schon ausgezogen. Langsam glitten meine Hände unter sein riesiges XXL Shirt. Wow! Schon das zweite Mal, dass ich von etwas in diesem Hotel sehr begeistert war. Sein Oberkörper war einfach fantastisch. Er war angenehm warm und fühlte sich einfach nur stark an.
Ich spürte auf einmal, wie Tom sich an meinen BH rann machte. Mein Herz schlug immer schneller und ich konnte kaum noch klar denken. Der einzige Gedanke, den ich noch wirklich klar fassen konnte war: Noch nicht! Tom musste meine plötzliche Anspannung wohl bemerkt haben, denn er hörte sofort mit dem Versuch, meinen BH einhändig zuöffnen auf. Ein Gefühl von Erleichterung stieg in mir auf und ich entspannte mich wieder. Jetzt konnte ich mich wieder ganz auf Toms zärtliche Küsse konzentrieren.
Irgendwann, lagen wir, Tom seinen einen Arme um meinen Bauch gelegt, auf dem Bett, während Tom  mir mit einer Hand immer mal wieder über meinen Hals streichelte. Es tat so unbeschreiblich gut, in seinen Armen zu liegen. Ich schloss die Augen und wünschte mir, nie wieder hier weg zu müssen.
 
Doch, wie konnte es auch anders sein. Mein Handy klingelte. Ich stand schnell auf und schnappte es mir, da aus meiner Tasche raus gefallen war. „Ja?“ „Vivi wo bist du?“, schrie meine Mutter schon fast ins Telefon. „Du bist schon fast drei Stunden weg. Und das ist mir eindeutig zu lang für einen kurzen Spaziergang.“ Anscheinend wartete sie auf eine Antwort, denn sie redetet nicht mehr weiter.
Oh nein! Schoss es mir durch den Kopf. Was sollte ich ihr denn jetzt erzählen? Fragend blickte ich zu Tom, der mich nur mit schief gelegtem Kopf anschaute. „Ääähm… bei Melle. Ich hab sie vorhin im Park getroffen und dann sind wir kurzfristig zu ihr gegangen.“ Wieder herrschte kurze Stille, die meine Mutter dann aber unterbrach. „Vivi, lüg mich nicht an. Ich hab vorhin bei ihr angerufen und sie wusste noch nicht einmal, wo du sein könntest. Also, noch einmal. Wo bist du jetzt?“ „Wart mal kurz.“ Ich nahm mein Handy vom Ohr und setzte mich neben Tom aufs Bett. „Was soll ich ihr erzählen?“, fragte ich ihn, wobei ich mein Handy fest zudrückte, sodass meine Mutter auch ja nichts mitbekam. Tom zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht. Sag ihr doch einfach, dass du bei mir bist. Sie wird dich schon nicht umbringen.“ „Hm, zurzeit würd ich schon sagen, dass sie mich sogar für die kleinste Lüge umbringen würde. Dass ich ihr gerade irgendwas von Melle erzählt hab, fand sie auch nicht grad berauschend.“ „Okay, ja schon. Aber des wäre ja dann die Wahrheit.“ „Stimmt. Hast ja Recht. Aber ob sie davon so begeistert ist…“ Ich ging wieder ans Handy und erzählte ihr, dass ich bei Tom im Hotel wäre. Doch, die Unzufriedenheit meiner Mutter bestätigte sich. „Wo bist du?“ Fing sie sofort nach meiner kleinlauten Erklärung an. „Du kommst sofort nach Hause.“ „Aber…“ „Keine Widerrede. In spätestens einer Stunde bist du hier. Ist das klar?“ den Tränen nahe, weil ich Tom nicht schon wieder verlassen wollte, gab ich als Antwort ein kurzes, leises „Ja. Tschüss“. Ich legte auf und schaute Tom traurig an. Er rügte sofort etwas näher an mich ran und streichelte mir liebevoll über die Wange. „Ich will nicht schon wieder gehen.“ Flüsterte ich und eine Träne kullerte über mein Gesicht. Tom küsste sie schnell weg. „Hey, wir sehen uns doch wieder. Ruf mich einfach an und vielleicht kannst du ja dann auch ein paar Tage zu mir nach Magdeburg kommen.“ Er lächelte mich aufmunternd an. Aber es half nicht wirklich viel. Meine Mutter würde es nie erlauben. Seid Freitag war sie schon so komisch. Als ob ich ihr irgendetwas Schlimmes angetan hätte. Aber was?
Ich spürte zwei angenehm weiche Lippen, die sich auf meine legten und kurz darauf fingen Tom und ich wieder damit an, uns leidenschaftlich zu küssen. Doch ich löste mich von Tom, sonst würde der Abschied, der dieses Mal bestimmt für längere zeit sein würde, nur noch mehr wehtun. Ich stand langsam auf, schnappte mir meine Tasche und wollte gerade gehen, als Tom mich am Arm zurück zog und mir fest in die Augen  guckte. „Ruf mich an, okay!?“ ich nickte stumm und gab ihm einen kurzen Abschiedskuss. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte das unangenehme Gefühl, ich würde ihn nie wieder sehen.
Ich ging den Gang schnell entlang und rannte dann die Treppen in die Eingangslobbie runter. Draußen angekommen holte ich erst einmal tief Luft. Was war nur in mich gefahren? Konnte ich denn nicht ganz einfach tschüss bis zum nächsten Mal sagen, ohne gleich nen Höhlanfall zubekommen? Man! Ich kickte wütend einen Stein, der vor mir lag weg. Wütend auf mich selbst und auf meine Mutter, die in den letzten Tagen so gemein zu mir war und es mir nicht erklären konnte. Traurig und zugleich wütend schlenderte ich zur S-Bahn Haltestelle. Ohne daran zu denken, dass ich nicht allen hierher gekommen war…
 
Ich saß an der Haltestelle und blickte ins Leere. Zu Hause würde mich eine stick sauere Mutter empfangen, die doch irgendwo selbst an allem Schuld hatte. Hätte sie mich nicht zu dem Treffen geschickt, hätte ich Tom nie kennen gelernt und würde ihn immer noch für total bescheuert halten. Ihn und seinen Bruder und die zwei anderen Bandkollegen. Ja, noch am Freitagmorgen war ich fest davon überzeugt, dass die Mädels aus der letzten Reihe irre waren. Weil sie so verschossen in einen ihnen total fremden Typen waren. Und nun hatte er mir auch den Kopf verdreht und der Gedanke an den morgigen Tag, jagte mir schon beinahe Angst ein. Angst davor, dass mich alle dumm anmachen würden. Sogar davor, dass Melle nicht zu mir stehen würde. Das sie mich gestern nicht wegen der Party gefragt hatte, war für mich doch schlimmer, als ich es mir je hätte träumen lassen. Aber die Blicke, die sie mir alle zuwerfen würden, machten mir noch mehr Angst. Sollte ich vielleicht mit ihm Schluss machen? In dem Moment kam meine Bahn angefahren und ich stieg ein. Schluss machen? Waren wir überhaupt zusammen? Mist! Wir hatten ja noch nicht einmal richtig miteinander geredet. Genau das war ja der Hauptgrund gewesen, aus dem ich zu ihm gekommen war. Aber nein. Vivi musste mal wieder was anderes machen. Ich regte mich schon über mich selber auf, weil ich mich einfach so von Tom verführen lassen hab. Na ja, an sich war ja meine Mutter daran Schuld, dass wir nicht mehr reden konnten.
Die Bahn hielt an meiner Haltestelle und beinahe hätte ich es wieder verpasst auszusteigen.
Ich ging mit schnellen Schritten zur Bushaltestelle und war froh, dass er kurz vorm Abfahren war. Noch mal länger auf den Bus warten, hätte meinen jetzigen Zustand sicherlich nicht verbessern können.
Ich setzte mich auf den selben Platz, auf dem ich schon auf der Hinfahrt saß und knallte mir die flache Hand an die Stirn. „Scheiße!“ flüsterte ich zu mir selbst. In dem Moment rollte der Bus an. Ich schaute angespannt aus dem Fenster. Sugar. Ich hatte vor lauter, lauter Sugar vergessen! Hoffentlich kümmert sich Bill gut um sie.
 
Nach wieder gut 20 Minuten stieg ich aus und lief schnell den Weg zu mir nach Hause entlang. Klasse! Jetzt musste es auch noch regnen. Zu erst fing es leicht an und dann wurde es zu meinem Leidweisen auch noch immer stärker. Die letzten Meter zu meinem Haus rannte ich dann doch noch und total durchnässt öffnete ich leise die Türe.
 
„Hallo?“, rief ich durchs Haus. Kurz darauf, hörte ich von oben her Schritte und meine Mutter kam die Treppe hinunter. „Ach du meine Güte! Wie siehst du denn aus?“ Konnte sie nicht einmal mit dem blöden fragen aufhören?
Ohne auf eine sinnlose Antwort zu warten schob sie mich nach oben in mein Zimmer. Oben zog sie mir erst mal meine nassen Klamotten aus und wickelte mich in ein warmes Handtuch ein. Dann setzte sie sich auf meinen Sessel und schaute sich suchend in meinem Zimmer um. „Wo ist Sugar eigentlich?“ „Bei Bill.“ Sagte ich leise und schaute meine Mutter dabei nicht an. „Bei Bill? Aha. Na ja, ich hoffe er passt gut auf sie auf. Ich würde sagen wir reden morgen über den heutigen Tag, oder?“ Ich zuckte mit den Schultern. War mir doch egal, wann wir reden würden. Mir war viel wichtiger, wann ich mit Tom noch einmal reden konnte.
Ich hörte ein leises klicken und schaute zur Tür. Meine Mutter war raus gegangen. Erleichtert legte ich mich auf mein Bett und schlief kurz darauf ein.

Main

Refresh
Gästebuch
Kontakt
Archiv
About us
Credits

Fanfiction

Bitte mitmachen!!! Kartenhaus
Sag niemals nie

Music

Designer

Gratis bloggen bei
myblog.de