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Chapter 12 

Irgendwann wurde ich durch ein Klingeln von unten aus meinen Träumen geweckt. Ich wartet einige Sekunden, bis ich aufstand um die Tür zuöffnen. Meine Familie war heute mal wieder ein bisschen langsam. Als ich gerade meine Zimmertür öffnete stockte ich. War das nicht gerade Toms Stimme gewesen? Leise öffnete ich meine Tür noch ein Stückchen weiter und schlich mich dann auf den Flur. Ja noch mal. Das musste er sein! Aber wieso war er hier?
Ich hörte meinen Vater Tom rein bitten. Plötzlich hörte ich ein schnelles, leises Tappen, dass die Treppe hoch rannte. Ich verschwand schnell in meinem Zimmer, um nicht beim Lauschen entdeckt zu werden und sprang aufgeregt auf mein Bett. Gespannt schaute ich auf meine Tür, die ich einen Spalt offen gelassen hatte. Dann plötzlich ging sie auf und wer stand da und schaute mich glücklich an? Sugar! Schwanz wedelt sprang sie auf mein Bett und lies sich erst mal richtig durchkraulen.
Doch dann, wenige Minuten später, ging die Tür wieder ein bisschen weiter auf. Ich schaute auf und blickte in die schönsten Augen, die ich je in meinem Leben gesehen hatte. Tom kam auf mich zu und setzte sich zu mir aufs Bett. „Na?“ grinste er mich frech an. „Bin ja froh, dass du Sugar vergessen hast, sonst hät ich dich vielleicht gar nicht mehr so schnell wieder gesehen.“ Ich lächelte glücklich und fing dann wieder an Sugar zukraulen. Ich beobachtete in Gedanken versunken meine Hündin, die wieder einmal ihre Streicheleinheiten genoss. Auf einmal spürte ich zwei Finger, die sich unter mein Kinn legten und es vorsichtig hoch drückten. „Hey, was ist denn los mit dir?“, fragte Tom mich liebevoll. „Nichts“ sagte ich nur und grinste ihn an. Ich freute mich so sehr darüber, dass er bei mir war. Aber das wollte ich ihm jetzt nicht einfach so sagen. Er grinste zurück und kam mir mit seinem Gesicht immer näher. Er legte behutsam seine Lippen auf meine, aber bevor ich den Kuss erwidern konnte klopfte es an der Tür. Ich streckte den Kopf hoch und schaute zur Tür. „Ja?“ Meine Mutter öffnete meine Tür und steckte den Kopf in mein Zimmer. „Ähm Tom dein Bruder ist unten und wartet auf dich.“ „Oh… ja. Ich komm gleich runter.“ Meine Mutter nickte und verschwand wieder. Ich verzog das Gesicht und schaute Tom traurig an. „Ich weiß Vivi. Aber ich will auch mal wieder nach Hause. Das musst du schon verstehen.“ „Ja, ich verstehs ja auch, aber ich finds halt scheiße, dass du gleich wieder gehen musst.“ Ich machte eine kurze Pause und schaute ihm dann wieder in die Augen. „Und außer dem haben wir immer noch nicht über die Sache da geredet.“ „Ach du Scheiße! Sorry, aber des hab ich jetzt ganz vergessen.“ Ich zuckte mit den Schultern. „ist ja nicht so schlimm.“ „Ja schon, aber es ist trotzdem wichtig.“ Ich nickte leicht. „Glaubst du, dass deine Mutter dich in den Ferien mal zu mir lässt?“ „Ich weiß nicht. Ich hab auch noch gar nicht mit ihr über vorhin geredet.“ „Na ja, dass klappt schon irgendwie.“ Tom lächelte mich an und gab mir einen flüchtigen Kuss auf den Mund. Dann standen wir auf und gingen nach unten.

 

Unten warteten auch schon meine Eltern und Bill. „Hey Vivi“ „Hey Bill. Danke, dass du auf Sugar auf gepasst hast.“ „Ach war doch kein Problem.“ Grinste er mich frech an. „Na also dann bis bald würd ich sagen.“ Tom schaute mich während er das sagte durchdringend an. „Ja bis dann“ sagte ich und schaute ihn genauso an. Dann verabschiedeten Tom und Bill sich noch von meinen Eltern und diese bedankten sich noch einmal dafür, dass sie Sugar zurück gebracht hatten. Dann gab mir Tom noch mal einen flüchtigen Kuss auf die Wange und verschwand dann mit Bill in ihrem schwarzen Van. Ich verfolgte den Wagen noch bis er um die nächste Ecke bog mit meinem Blick und wandte mich dann wieder dem Haus zu.

 

Ich schloss die Tür hinter mir und wollte gerade wieder nach oben verschwinden, als mich meine Mutter zurück rief. „Vivi kommst du mal bitte ins Wohnzimmer.“ Ich machte auf dem Absatz kehrt und ging zu ihr und meinem Vater ins Wohnzimmer. „Setz dich doch bitte aufs Sofa“ sagte mein Vater und deutete auf den Platz neben sich auf dem Sofa. Ich setzte mich zu ihm und wartete auf das, was mir meine Eltern wohl sagen wollten. „Vivi, wir müssen mit dir über die Sache mit Tom reden.“ Fing meine Mutter an. „Wir haben ihn ja heute auch kennen gelernt und finden, dass er und sein Bruder beide wirklich sehr nett sind.“ ich nickte und schaute meine Mutter weiter geduldig an. Hoffentlich haben sie ne gute Lösung für das ganze hier. „Na ja, und ich hab vorhin ja kurz noch mit bekommen, dass du ihn wohl mal gern bei ihm besuchen wolltest und da haben wir uns überlegt, dass du ihn besuchen darfst.“ „Was?“, ich schaute meine Eltern verblüfft an. „ja, du darfst ihn besuchen unter der Bedingung, dass du nicht in einem Raum mit ihm schläfst und dich diese verrückten Fans nicht verletzen. Wenn so etwas passiert kommst du sofort nach Hause!“ ich nickte heftig mit dem Kopf und umarmte meine Eltern so fest wie ich nur konnte. Dann rannte ich schnell nach oben in mein Zimmer und warf mich glücklich in mein Bett. Ja! Ich darf zu ihm!
Mit diesem Gedanken schaute ich noch ein bisschen Fern und machte mich dann Bettfertig. Mit einem guten Gefühl im Bauch schlief ich dann auch schnell ein.

 

Am nächsten morgen klingelte mein Wecker wieder einmal um halb sieben und ich schlurfte wieder einmal müde aus meinem warmen Bett. Zum Glück war keiner meiner Brüder im Bad und ich konnte mich in Ruhe fertig machen. Noch drei Tage, dann sind endlich Ferien. Ich schnappte mir meinen Eastpak Rucksack und ging nach unten zum frühstücken. Dort saßen meine Eltern schon und unterhielten sich gemütlich über den heutigen Tag. „Morgen“ sagte ich während ich schon auf mein Müsli zusteuerte. „Morgen“ sagten meine Eltern fast gleichzeitig. „Gut geschlafen?“ „Ja ja, so wie immer eigentlich.“ Bloß mit dem wundervollen Gedanken, dass ich bald zu Tom durfte. Ich aß schnell auf, putzte mir meine Zähne und machte mich dann auf den Weg zur Schule.

 

Dort angekommen bemerkte ich von allen Seiten ziemlich unangenehme Blicke. Oh nein… anscheinend hatte sich da was rum gesprochen…
Als ich in mein Klassenzimmer kam wurde es urplötzlich ganz stille und alle schauten mich genauso, wie vorhin im Gang an. „Was is?“ fragte ich etwas blöd und schon leicht genervt. „Ach nichts“, kam es aus der Tokio Hotel- Fan Reihe. Dann beschäftigten sich alle wieder mit dem, was sie bevor ich rein gekommen war gemacht hatten. Ich setzte mich an meinen Platz und wartete auf Melle.
Wo bleibt die nur?!
Als Jochen in den Raum kam sprang ich sofort auf und ging auf ihn zu. „Hey, weißt du was mit Melle los ist?“ „Ja die ist en bissel krank geworden. Aber kommt morgen wahrscheinlich wieder.“ „Aha…“ ich schaute ihn ungläubig an. „und wieso hat sie mir das nicht erzählt?“ „Nicht? Das wollte sie eigentlich. Aber wahrscheinlich hat sie dich dann nicht mehr erreicht. Du warst ja gestern den ganzen Tag nicht zu Hause.“ „Was?! Natürlich war ich zu Hause! Okay, für drei vier Stunden vielleicht nicht, aber sonst war ich schon da.“ „Na ja, ist doch egal. Vielleicht hat sie dich genau in der Zeit angerufen, in der du nicht da warst.“
„Ja, kann sein.“ Ich zuckte mit den Schultern und setzte mich wieder auf meinen Platz.

 

Der Schultag verging zum Glück heute etwas schneller, da die Lehrer uns nur unsre Noten sagten und ein paar bescheuerte Spiele mit uns spielten. Als es endlich um 13:05 Uhr klingelte packte ich meine Sachen und verschwand schnell aus dem Klassenzimmer. Als ich gerade mein Fahrrad aufschließen wollte rempelte mich plötzlich irgendjemand unsanft an. „Au man! Was soll die Scheiße?!“ schrie ich auf, ohne mich nach der Person umzugucken. Doch statt einer Antwort schuppste mich wieder jemand von der anderen Seite, wobei ich unsanft auf den harten Asphaltboden fiel. Ich schaute mich um und musste schlucken. Vor mir standen die zwei Mädels, auf die ich letztens beim Einkaufen getroffen war.
Ruckartig zog mich die eine wieder hoch und verpasste mir einen unsanften Schlag in die Bauchgegend. Ich krümmte mich vor Schmerz, doch anstatt, dass sie damit auf hörten verpassten sie mir noch einen direkt ins Gesicht. Ich fiel wieder zu Boden und konnte mich kaum noch bewegen. Dann kam noch ein Tritt und noch einer und noch einer. Ich wollte nur noch, dass sie auf hörten. Nach hunderten von Tritten und Schlägen hörten sie endlich auf. „Lass ab sofort die Finger von IHM!“ schrieen sie mir noch einmal hinterher und verschwanden dann. Ich lag reglos da und hoffte nur, dass mir irgendjemand half. Doch niemand dachte wohl auch nur mal daran. Alle liefen an mir vor bei und redeten fröhlich mit einander. Irgendwann versuchte ich auf zustehen. Es klappte auch zum Glück! Zitternd und den Tränen nah schloss ich mein Fahrrad auf und stieg auf. Ich wollte losfahren, doch es ging nicht! „Scheiße!“, stieß ich unter Tränen aus. Sie hatten mir aus beiden Reifen die Luft raus gedreht. Langsam schob ich mein Fahrrad von der Schule weg.
Als ich an der Bahnhaltestelle vor bei lief sah ich Jochen mit ein paar Kumpels auf die Bahn warten. Anscheinend hatte er mich auch entdeckt, denn er kam schnell auf mich zu gerannt. „Mensch Vivi, was ist denn mit dir passiert??“ Ich wollte ihm antworten, doch es ging nicht. Plötzlich wurde alles schwarz um mich und das letzte was ich mit bekam, war der Knall von meinem Fahrrad, dass auf den Boden viel.

 

Als ich wieder zu mir kam, wusste ich erst gar nicht wo ich war. „Wo bin ich?“ fragte ich deshalb auch gleich. „Im Bus. Fast zu Hause.“ Sagte Jochen zu mir. „Oh…danke.“, sagte ich nur und schloss die Augen wieder. Was war nur passiert? Wieso hatten diese Mädchen mich verprügelt?

 

Nach ca. einer halben Stunde standen wir dann endlich vor meiner Haustüre. „Noch mal danke!“ „bitte gern geschehen. Ich weiß zwar immer noch  nicht genau, warum du so verprügelt wurdest, aber das macht ja auch nichts.“ „Ja, also dann bis morgen.“ „Ja, bis morgen ich geh dann mal noch zu Melle.“ „Ähm ja tu das. Sag ihr nen schönen Gruß von mir und dass ich sie später mal anrufen werde.“ „Klar mach ich.“ Er grinste mich aufmunternd an und ging dann schon wieder. Danke! Dachte ich mir noch mal und ging dann nach drinnen.

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