Zimmer483 ">

Chapter 13 

Nach dem ich die Haustüre leise geschlossen hatte rannte ich schnell in mein Zimmer. Meine Familie sollte mich ja nicht so sehen.
Ich setzte mich auf meinen Sessel und plötzlich kam alles heute passierte wieder hoch. Alles tat weh! Was sollte das Ganze. Ich hatte ihnen ja wohl nichts getan. Langsam stiegen die Tränen in mir auf. Sollte ich es Tom erzählen? Ich überlegte kurz und entschloss mich dann dafür, es ihm zu erzählen, sobald ich ihn wieder sah.
Ich versuchte das alles erst mal zu verdrängen und setze mich an meinen Schreibtisch. Blöde Lehrer! Wieso mussten sie einem noch kurz vor den Ferien Hausaufgaben aufgeben!
Ich fing an irgendwas auf zuschreiben und legte mich dann in mein Bett. Kurz darauf stand ich aber wieder auf, um Tom an zurufen. Ich musste ihm ja wohl sagen, dass ich Mittwochabend bei ihm sein wollte. Ich gab seine Nummer in mein Telefon ein und wartete auf seine Stimme.
„Hallo?“ kam es aus dem Hörer.
„Hey Tom. Ich bin’s Vivi. Hast du kurz mal Zeit für mich?“
„Ja klar. Für dich doch immer!“
„Ja also meine Eltern haben gesagt, dass ich für so ne Woche oder so zu dir kommen kann.“
„Echt? Cool! Wann willschen kommen?“
„Ja so Mittwoch bis… weiß nicht wann. Also halt dann abends könnt ich kommen. Ich hab ja an dem Tag noch Schule.“
„Mhm.. okay ja ich muss zwar noch gucken, ob des bei mir da auch geht, aber ich denk mal schon. Also ich ruf dich dann heut noch mal an, geht das?“
„Ja, ja klar! Ruf mich an wann du willst!“
„Gut dann bis später! Caoi!“
„Tschüss!“ Dann legte er auf.
Hm…

 

Ich saß noch eine ganze Weile einfach so da und dachte über dieses Gespräch nach. Ich weiß auch nicht warum, ich soviel plötzlich darüber nachdachte. Aber irgendwann kam meine Mutter in mein Zimmer und schaute mich erschrocken an.
„Ach du meine Güte! Vivi, wie siehst du denn aus?!“ Meine Mutter stürmte auf mich zu. „Wie ist das passiert?“ schon wieder dieses Gefrage! Na ja, sollte ich ihr jetzt die Wahrheit sagen? Nein, lieber nicht! Am Ende würde sie mich nicht mehr zu Tom lassen und das sollte auf gar keinen Fall passieren!
„Ich bin mit dem Fahrrad hin gefallen. Irgendwie blöd aus gerutscht.“ Ich schaute sie leidend an und ja, sie glaubte mir!
„Komm mit, ich hol dir Eis zum kühlen. Damit die Beule an deiner Stirn nicht noch größer wird, als sie eh schon ist.“
Beule??? Ich tastete vorsichtig an meiner Stirn endlang. „Au!“ Da war sie und sie war wirklich ziemlich groß. Ich lief meiner Mutter schnell hinter her und lies mir einen Eisbeutel von ihr geben.
Da klingelte es plötzlich an der Tür. „Ich geh schon“ sagte ich kurz zu meiner Mutter und lief in den Flur.
„Hey Melle! Ich wollt dich eigentlich noch anrufen. Aber jetzt bist du ja da. Willst du rein kommen?“ Melle nickte und jetzt sah ich auch die Besorgnis in ihrem Gesicht. Ich schaute sie leicht irritiert an und lies sie dann aber auch rein. Still folgte sie mir in mein Zimmer. Ich schloss die Tür hinter uns und setzte mich dann zu ihr aufs Bett.
„Was ist los?“, fragte ich sie unwissend, aber mit dem kleinen Hintergedanken, dass es um die „Prügelei“ von heut Mittag geht. „Jochen hat mir erzählt, dass er dich nach Hause gebracht hat. Er meint, du wurdest verprügelt. Stimmt das?“ Melle schaute mich durchdringend an. Ich wich ihrem Blick aus und setzte dann an. „Ja, er hat Recht. So zwei total gestörte Mädchen, die wohl ziemliche Tomvernahtigerinnen sein müssen sind einfach so auf mich zugegangen und haben auf mich eingeschlagen.“ „Was?! Sie haben dich wegen Tom verprügelt?“ Ja! Ich hab sie letztens mal beim Einkaufen getroffen. Da hab ich dann auch zum ersten Mal die Bilder von Tom und mir gesehen. Die beiden wollten da glaub schon auf mich einschlagen, aber weil Nick dabei war haben sie es glaub lieber gelassen. Na ja…“ „okay… und was sagen deine Eltern dazu?“ „Ich hab’s ihnen gar nicht gesagt und das werde ich auch nicht tun. Sonst darf ich am Ende nicht mehr zu Tom fahren.“ „ Du weißt schon, dass wenn du dich so richtig mit dem einlässt, dass ziemlich unsanft enden kann?“ „Ja, dass ist mir schon klar. Aber ich glaube…“ ich stockte. Sollte ich es ihr wirklich sagen? „Was glaubst du?“ unterbrach sie meine Gedanken. „Ich glauben, dass ich ihn liebe! Also jetzt nicht so Fanliebe. Nee, ich mein, ich bin ja kein Fan. Nein, halt so richtig!“ „Hm… ja, ist mir schon klar. Okay, ähm… mal so ne kurze Frage zwischen durch. Sorry, aber wo warst du eigentlich gestern Mittag? Ich hab bei dir angerufen, aber du warst anscheinend nicht zu Hause.“ „Ich war bei Tom im Hotel.“ „Ach so.“ sie überlegte kurz. Dann fing sie wieder an zureden. „Also, ich würds jetzt mal so machen. Du fährst zu ihm und redest dann mit ihm über wirklich alles, was seid Freitag passiert ist.“ „Ja, dass hab ich mir auch vor genommen.“ Wir redeten noch ein bisschen über Tom und den heutigen Tag und wechselten dann aber schnell zu den bevorstehenden Ferien. Melle würde die ersten drei Wochen weg fahren und ich überhaupt nicht. Na ja, inzwischen hatte ich ja Tom, mit dem ich vielleicht ein paar Tage verbringen konnte.
Irgendwann, mitten in einem unsrer Gespräche, klingelte mein Telefon. „Ui, das muss Tom sein!“ Ich sprang schnell auf und hob ab. „Hallo!“ „Hey Süße! Ich bin’s. Also das mit der Woche klappt. Wenn wir wollen dann auch noch länger.“ Ich grinste Melle breit an. Diese zog nur fragend ihre Augenbrauen hoch. „Oki… also ich müsste mit dem Zug fahren. Könntest du…“ „Abholen? Also ich weiß nicht ob ich dich selber abholen kann, aber abgeholt wirst du dann auf jeden Fall schon.“ „Ja, okay.“ „Du sorry, aber ich muss jetzt. Wir fahren gleich wieder in irgendeine Stadt. Ciao“ „Bye“ tu, tu, tu… Schon wieder so schnell aufgelegt. Na ja wenigstens klappte das mit Mittwoch.

 

„Alles okay?“ fragte mich Melle. „Ja, alles supi! Ab Mittwoch bin ich so ne Woche bei Tom.“ „Cool! Dann sehnen wir uns also erst dann wieder in 3 Wochen.“ „Ja, leider. Aber wir telefonieren und sms’n und so, gell?“ „Ja, türlich! 7-mal die Woche telen, 3 Karten die Woche und jeden Tag ne Sms, wie das Wetter bei mir is.“ Sie nickte und grinste fett (^^). Kurz darauf hatte sie einer meiner Kopfkissen im Gesicht. „das kriegst du zurück!“ sagte sie laut und schmiss mir das Kissen wieder zurück. Nach einer längeren Kissenschlacht gaben wir endlich auf und wir ließen uns erschöpft wieder auf meinem Bett fallen. „Hui, war das mal wieder krass!“ „Lol“ sagte ich darauf nur.

 

Es war inzwischen halb sieben durch und Melle machte sich auf den Weg nach Hause. „Fahren wir morgen mit dem Rad?“ fragte ich sie, während sie aus dem Haus ging. „Jap, von mir aus. Wir ham ja erst zur dritten.“ „Okay, dann morgen 10 vor 9 an der Kreuzung?“ „Ja geht klar. Also ciao “ sie grinste mich an und schlenderte zu ihrem Fahrrad. „Tschüss bis morgen.“ Ich machte die Tür zu und ging wieder in mein Zimmer.

 

„Guten morgen Vivi! Aufstehen! Es ist acht Uhr und du wolltest noch duschen.“ Meine Mutter stand in meiner Zimmertür und lächelte mich glücklich an. Irgendwie machte sie mir langsam angst. Immer dieses Hin und Her. Mal gut drauf und dann wieder saumäßig böse und unfähr. Na ja, gute Laune war mir immer Recht. Ich stand langsam auf und machte mich für die Schule fertig.

 

Der Tag verlief wie immer, außer dass die Lehrer statt Unterricht wieder mal irgendwelche hirnlosen Spielchen spielten. Bei manchen durften wir uns wenigstens noch selbst beschäftigen. Melle und ich fuhren wieder zusammen nach Hause und dies Mal waren die beiden Mädels nicht da gewesen, um mich  zu verprügeln. Zum Glück! Nach der Schule setzte ich mich noch für ca. ne Stunde an meinen PC und packte dann mein Zeug für morgen. Spät abends ließ ich mich dann erschöpft in mein Bett fallen und schlief prompt ein.
Es war nachts halb eins als ich durch ein leises vibrieren meines Handys aufwachte. Ich suchte es schnell aus meiner Tasche und las die Sms, die mir Tom geschrieben hatte.

 

Hey Süße! Was machst du grad? Wahrscheinlich schlafen… J Nya, ich musst grad an dich denken, was ich eig immer tu… freu mich schon auf morgen!
Lieb dich Tom

 

Ja ja, immer an mich denken… alter Schleimer *g*. Ich schrieb ihm schnell zurück:

 

Hey Süßer! Hab eig schon geschlafen, aber du hast mich ja geweckt! Freu mich auch schon auf morgen! Schlaf jetzt (gilt für uns beide^^)
LD Vivi

 

Ich sendete sie ab und legte mich dann wieder ins Bett. Ja, morgen würde ich ihn wieder sehen! Ich grinste in mich rein und schlief dann kurz darauf wieder glücklich und ein bisschen aufgeregt ein.

Main

Refresh
Gästebuch
Kontakt
Archiv
About us
Credits

Fanfiction

Bitte mitmachen!!! Kartenhaus
Sag niemals nie

Music

Designer

Gratis bloggen bei
myblog.de