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Kapitel 17
 
„Komm schon Vivi sonst verpassen wir noch den Bus.“ Nadja rannte zum Bus und ich ihr hinter her. „Puh… grad noch so geschafft.“ Ich setzte mich gegenüber von Nadja und stellte meine Sachen neben mich.
„Wie heißt dein Freund eigentlich? Loitsche ist zwar nicht besonders groß, aber nen paar Jungs gibt’s da schon.“ Sie schaute mich durchdringend an.
Na super! Was sollte ich ihr denn jetzt erzählen? Sollte ich sie anlügen und einfach einen anderen Namen nennen? Aber dann würde unsere Freundschaft von Anbeginn mit einer Lüge beginnen. Unsicher schaute ich sie an. Plötzlich wurden ihre Augen ganz groß und ihr Unterkiefer klappte wie von selbst runter. Natürlich, hätte ich mir ja auch denken können…
„Nein! Dann bist du’s doch!“ „Aber flipp jetzt bitte nicht so aus“ „Nein, nein, keine Angst. Dann hatte ich also doch Recht. Hab mir vorhin nämlich schon überlegt, woher ich dich noch mal kenne. Und als du mir das mit dem Meet and Greet erzählt hast, war mir das eigentlich auch schon klar, dass du die sein musst, die was mit Tom von Tokio Hotel hat.“ „Also… renn jetzt aber bitte nicht zu irgendwelchen Tokio Hotel Fans. Sonst würde ich dich auf der Stelle hassen.“ „No problem. Ich halte dicht.“ „Danke“, sagte ich erleichtert. „Okay, aber eins musst du mir versprechen.“ „Ja, was denn?“ Sie wartete einen Moment und grinste mich dann breit an. „Du stellst mir die vier mal vor.“ Das hätte ich mir ja wohl auch denken können.
„Ja, klar. Ich denke das lässt sich einrichten.“ Wobei ich mir dabei nicht ganz so sicher war.
„Jippii!“ Nadja sprang auf und tanze ein bisschen auf der Stelle rum. Die paar Leute im Bus schauten sie schon ganz komisch an. „Setz dich wieder hin!“ Nadja lies sich auf den Sitz fallen und schaute mich glücklich über das, noch nicht mal ausgemachte Treffen, an. „Also, wenn du ausflippst bist du sofort wieder weg.“ Darauf streckte Nadja mir nur die Zunge raus.
 
Der Bus war inzwischen durch zwei, drei Dörfer gefahren und Nadja hatte mir gesagt, dass ich die nächste raus musste. Sie hatte zwar noch überlegt, ob sie heute schon mitkam und war deshalb auch mitgefahren, aber das hatte ich ihr dann doch noch aus geredet. Ich wollte wenigstens ein paar Stunden allein mit Tom verbringen.
Ich schnappte meine Sachen und sprang aus dem Bus. Hier wohnte er also. In einem kleinen Kaff am Stadtrand. Ich stand vor dem kleinen Tor, vor dem Haus und wollte gerade klingeln, als mich eine Frauenstimme davon abhielt. „Hey, du musst Vivi sein. Stimmts?“ „Huch.. äh ja! Und sie…“ „Ich bin die Mutter von Bill und Tom. Nenn mich einfach Simone.“ „Ok, hallo“ Simone drückte das Tor auf und führte mich zur Haustür. „Tom müsste zuhause sein.“ „Das will ich ja wohl auch schwer hoffen.“ Sagte ich, während ich mich ein wenig im Haus umschaute. „Ja ja, ich hab ihm ja auch um die 100 Mal gesagt, er sollte sich darum kümmern, dass du auch rechtzeitig abgeholt wirst, aber er hat es trotzdem immer wieder vergessen. Weißt du, ich hätte dich ja auch abgeholt, aber das wollte unsere kleine Berühmtheit ja nicht.“ „Oh, wie nett!“ lachte ich. Simone machte mir schon von Anbeginn einen sehr sympathischen Eindruck.
„Tom ist da, wo die laute Musik herkommt. Einfach den Tönen nach die Treppe hoch.“ Ok, mach ich.“ Ich lief die Treppe hoch und folgte den lauten Tönen. Bei diesen Worten hätte ich fast ein bisschen lachen müssen, da Simone sie schon fast gesungen hat.
Ich stand vor Toms Zimmertür und drückte vorsichtig die Klinke runter und schlich mich auf leisen Pfoten in seine 4 Wände.
 
Tom lag auf seinem Bett und chillte mit geschlossenen Augen. Ich schlich mich zu ihm ans Bett und setzte mich auf die Matratze, dann beugte ich mich langsam zu ihm runter um ihm einen zärtlichen Kuss auf den Mund zugeben. Kurz darauf spürte ich eine Hand die sich einen Weg unter mein dünnes Top bahnte. Er zog mich noch mehr zu sich runter und aus den zärtlichen Küssen wurde nun ein leidenschaftlicher Zungenkuss. Doch plötzlich stockte er in seinem Tun und schaute mich nachdenklich an. „Was ist?“ Ich schaute ihn irritiert an.
Wieso hörte er denn jetzt auf??
„Alles in Ordnung bei dir?2, fragte er mich dagegen vorsichtig. „Ja…?“ Oh nein, er hatte sicherlich irgendeine Verletzung an meinem Rücken oder so entdeckt. „Okay, gut hab nur grad gedacht…“ „Es ist wirklich alles in Ordnung.“ Unterbrach ich ihn. „Okay dann…“ Tom schaute aus dem Fenster und wirkte irgendwie abwesend. Ich überlegte kurz, ob ich ihn wieder küssen sollte, aber lies es dann doch lieber bleiben. „Tom?“ Irgendwas musste sein, sonst würde er doch nicht plötzlich so abwesend wirken. Tom drehte sich wieder zu mir und schaute mir fest in die Augen. „Vivi, sag mir jetzt bitte was passiert ist, als ich net da war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alles in Ordnung war.“ Wir setzten uns richtig hin, weil es wahrscheinlich auf Dauer ein wenig ungemütlich geworden wäre. Ich saß vor Tom und schaute an ihm herunter. „Okay, also es ist schon was passiert.“ „Gut, erzähl. Wir haben ja Zeit. Dann fing ich an zu erzählen. Ich erzählte ihm alles. Von Anbeginn, auch noch mal das mit der Bild. Dann, dass wo mich die beiden Mädchen verprügelt hatten und die Sache im Schwimmbad. Als ich ihm das erzählte liefen mir doch wieder die Tränen runter, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht zuweinen. Tom nahm mich tröstend in den Arm und streichelte mir beruhigend über die Haare.  Während ich noch weiter erzählte, strich er mir langsam mit einem Finger über meinen Arm entlang, bis zur Hüfte. Bei jeder seiner Berührungen lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücker. Vor Freude.

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