Zimmer483 ">

Gine 

Teil11


 Das Nachsitzen war dieses Mal richtig lustig, da die Klasse in der wir saßen die ganze Zeit laut war und die Lehrerin sich null Respekt vor der Klasse verschaffen konnte. Bill und ich saßen neben einem Mädchen, das auch total auf Punk stehen musste. Sie hatte, genau wie Bill und ich, schwarze Augen und tief schwarz geschminkte Augen. Auch ihre Klamotten waren ähnlich wie meine. Sie trug einen kurzen, schwarzen Mini und ein langarmiges, schwarz weis gestreiftes Oberteil. Das sie auf Punk Rock stehen musste bemerkte ich aber vor allem an der Musik, welche sie hörte. Irgendein Lied von Green Day, das wahrscheinlich auf dem Dookie-Album drauf sein musste.
Das Mädchen drehte sich zu mir, was ich erst bemerkte, als sie mich ansprach. „Was guckst n so?“ fragte sie frech. „Oh, äh… nix! Ich… ich hab nur deine Musik gehörte. Find ich cool!“ sagte ich stotternd. Dann grinste ich sie breit an. Was wohl total verpeilt aussehen musste, denn sie fing leise an zu lachen. „Was?“, fragte ich sie noch nichts ahnend. „Dein Gesicht grad eben.“ Lachte sie immer noch. Bill schaute erst mich und dann das Mädchen mit hoch gezogen Augenbrauen an. „Wieso lacht die so?“ ich drehte mich kurz zu ihm um und zuckte mit den Schultern. Auch der Sitznachbar von dem Mädchen drehte sich zu uns her und schaute uns fragend an. „Der ihr Gesicht grad.“, lachte sie immer noch. „Hättest du sehen müssen.“
„Sophia! Jetzt hör doch bitte endlich mal auf zu lachen! Es stört mich gewaltig.“, „freut mich“ scheinbar hatte Sophia nicht sonderlich viel Respekt vor ihrer Lehrerin.
Irgendwann höre sie dann doch endlich auf und wir wechselten noch ein paar Worte, bevor es klingelte. „Wie heißt ihr eigentlich? Ich bin Sophia, was ihr bestimmt schon mit bekommen habt und das ist Eddy.“ „Eigentlich Edward, aber der Name klingt so… altertümlich.“, mischte sich jetzt auch Eddy ein. „Hehe, ich heiße Larissa, könnt mich aber auch Lary nennen und das ist Bill. Er ist jetzt erst neu dazu gekommen.“ „Wow und gleich am  zweiten Tag Nachsitzen?“ „ Tja“ sagte Bill. „Nicht so gut wie Lary, die durfte gestern auch schon.“. Bill stieß mich spielerisch an. Worauf ich in unsanft zurück schlug. „Au!“, sagte er. Ich streckte ihm nur die Zunge rau und redete dann weiter. „Ja, beim Müller.“ „Ach, bei dem!  Da musste ja nur mit dem klein Zeh wackeln und es heißt gleich >> Strafarbeit <<. Eddy und ich musste bei dem auch schon oft genug Nachsitzen.“ Sophia grinste mich an und ich grinste dieses Mal nicht so verpeilt zurück. Es klingelte und wir gingen zusammen rau. „War schön euch kennen zulernen. Vielleicht trifft man sich ja mal wieder.“ Sophia zwinkerte mir zu und ging dann mit Eddy einen anderen Gang nach unten. „Uund schon wieder neue Freunde!“ Bill lief neben mir her und machte ins auf Laola. „Hör auf man! Wenn, dann sind se ja auch deine Freunde“ „Ja, also noch ein Grund mehr.“ Gott, kannst du peinlich sein.“, ich schupste ihn an die Wand und fing an ihn zukitzeln, was er mir auch sofort gleich tat. In wenigen Sekunden hatte er auch schon die Oberhand ergriffen und jagte mich jetzt durchs ganze Schulhaus auf den Schulhof, wo er mich bis auf den Boden kitzelte. „Hilfe! Hilfe! Ich ergebe mich!“ kreischte ich laut. „Wirkliiich??!“ „Ja, man!“, kreischte ich wieder und zu meinem Glück hörte er auch damit auf. Bill schmiss sich erschöpft neben mich auf die Wiese und keiner sagte was. Alles war still. Nur ein paar Vögel zwitscherten über uns. Bill lag schweigend neben mir und genoss die Sonne, die heiß auf uns runter schien. Ich tat es ihm gleich und zum ersten Mal seit langem war ich wieder glücklich über die Sonnenstrahlen, die mir die Nase kitzelten. Doch halt! Da war wohl kaum ein Sonnenstrahl. Ich öffnete vorsichtig die Augen und schaute in die von Bill. Er kitzelte mich mit einem kleinen Blümchen. „Hey“, sagte ich zu ihm und lächelte ihn an. Bill hörte auf und lächelte zurück. Dann beugte er sich noch weiter zu mir runter. Ich schloss die Augen wieder und spürte seine weichen Lippen schon fast auf meinen liegen. Doch weiter kamen wir nicht, denn irgendjemand kam mit schnellen Schritten auf uns zu. !Ach, wie süß!“, hörte ich Marina sagen. Bill hob den Kopf und ich setzte mich auf. „Was willst du hier?“, fragte ich mit fester Stimme. Auch Leon war da. Er stand dicht hinter Marina und hielt seinen Blick streng auf Bill gerichtet. „Nichts, was dich zu interessieren hat. Na ja, eigentlich schon. Es geht ja schließlich um ihn hier.“ Dabei zeigte sie abfällig auf Bill. „Halte Bill daraus! Er hat nichts damit zutun, dass wir uns nicht leiden können. Das ist allein unsere Sache.“ Ich stand auf und wollte schon auf Marina losgehen, doch Bill hielt mich zurück. „Das bringt doch  nichts“, raunte er mir zu. „Wie du meinst! Aber trotzdem hast du dich nicht daran gehalten, was ich dir gesagt habe und hast es auch noch Bill erzählt und dann wollte er Leon auch noch verprügeln.“ „Was?? Das stimmt doch gar nicht!“ schrie ich sie an, doch sie ignorierte es einfach. „Und! Weißt du was? Liebstes Schwesterherz, ich weiß, dass Du bei ihm übers Wochenende sein wolltest und, dass unsere Mutter nichts von deinen 2 Nachsitzstunden weiß. Das heißt also für dich, Kein schönes Wochenende mit Billilein. Sie wird es nämlich nicht mehr erlauben! Und wenn doch, überleg ich mir eben noch was Neues und dann wird sie dich zu niemand, hast du gehört, zu niemanden mehr gehen lassen. Und dann war auch Bill deine letzter Freund!“ Marina stand direkt vor mir und schaute mir in die Augen. Dann schupste sie mich gegen Bill und ging mit Leon lachend davon. Ich war total geschockt von dem, was sie gesagt hatte und langsam liefen mir die Tränen wieder über die Wangen. Ich wischte sie immer wieder weg, doch es half nichts. Ich musste nur noch stärker weinen. Bill zog mich vorsichtig an sich und strich mir zärtlich über die Haare. „Warum muss sie immer so… so gemein sein?“, flüsterte ich unter Tränen und schlug Bill immer wieder auf die Brust, was mir im nach hinein sicherleid tun würde. Er zuckte kurz zusammen und nahm dann meine Hand damit ich nicht weiter machte von seiner Brust. „Hey, komm… das wird schon wieder.“ Versuchte Bill mich zu beruhigen. „Nein, wird es nicht!“ Ich konnte einfach nicht mehr. „Marina wird mir auch noch das hier zerstören!“ „Nein, das wird sie nicht!“
Doch das wird sie, fügte ich nur noch in Gedanken hinzu.

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