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Gine

Kapitel 15

Ich lehnte mich total perplex gegen die Tür und bemerkte erst im nächsten Moment, was ich da gerade getan hatte. Ich hatte Bill einfach so draußen stehen lassen! Gerade, als er mich küssen wollte! Ich überlegte nicht lange und öffnete schwungvoll die Tür. Doch Bill war nirgendwo zusehen. Schnell lief ich zum Eingangstor und sah gerade noch, wie der Bus nach Loitsche abfuhr. Bill musste wohl in den Bus gestiegen sein, da er nirgends zusehen war. Mist! Wieso musste so was immer mir passieren?! So gern hätte ich ihn doch geküsst.
Enttäuscht ging ich wieder zurück ins Haus, langsam die Treppe hoch und in mein Zimmer. Ich schmiss mich auf mein Bett und dachte an Bill. Eigentlich dachte ich nur noch an ihn außer, wenn ich gerade mit Marina beschäftigt war. Wie ich sie hasste! Okay, einfach nicht mehr an sie denken. Noch zwei Tage Schule und dann war es endlich soweit. Das lang ersehnte Wochenende. Wann wollte ich eigentlich zu den beiden gehen? Schon am Freitag oder erst Samstag?
Während  ich überlegte, ob ich schnell anrufen sollte oder doch lieber erst morgen fragen, klingelte es unten an der Tür. Ich stand auf. Soviel ich wusste war niemand anderes daheim um zu öffnen. Der Mensch an der Tür klingelte schon wieder. „Ja ja, komm ja schon! Man man, wenn das jetzt nicht wichtig ist.“
Ich öffnete die Tür und schaute direkt in zwei schokobraune Augen. „Bill?“, fragte ich plötzlich ganz schüchtern. „Äh… Hey Lary. Ich wollt fragen… wie’s dir geht.“ „Also…“ fing ich an, doch Bill unterbrach mich. „NEIN, ich wollt nicht fragen, wies dir geht! Ich wollt mich… bei dir entschuldigen.“ „Oh… ist doch nicht schlimm.“ Es war überhaupt nicht schlimm! Ich müsste mich doch wohl eher bei ihm entschuldigen. „Okay, dann bis morgen.“ Bill trete sich schon zum Gehen um, doch dieses Mal ergriff ich die Initiative und zog Bill am Arm zurück. Was ich wohl mit aller Kraft tat, denn Bill schleuderte schwungvoll gegen mich. Darauf hin stolperte ich rückwärts ins Haus und fiel unsanft auf den Boden. Auch Bill konnte sich nicht mehr halten und fiel prompt auf mich drauf. Irgendwie tat mir ja alles weh, aber dass Bill auf mir lag, ließ mich diese Schmerzen unwillkürlich vergessen. Bill machte keinerlei Anstalten von mir runter zugehen, stattdessen blickte er mir tief in die Augen und strich mich zärtlich über die Wange. Jetzt kam er mir mit seinem Gesicht immer näher. Ich schloss meine Augen und spürte kurz darauf Bills wundervoll zarte Lippen auf meinen. Leicht öffnete ich meinen Mund und gebot somit seiner Zunge einlass. Zuerst zärtlich, dann immer leidenschaftlicher küssten wir uns. Als Bill sich gerade an meine dünne Jacke machte, hörte ich zwei laut lachende Stimmen. Eindeutig- meine Mutter und Stefan. Oh, no! Wieso immer im schönsten Moment? Doch lange drüber nachdenken ging nicht, denn die beiden nährten sich langsam dem Haus. Bill und ich sprangen auf, rückten noch mal alles zurecht und machten uns schnellstens auf den Weg in die Küche.
„Hast du Hunger oder sollen wir gleich in mein Zimmer gehen?“, fragte ich Bill lächelnd und strich ihm dabei zärtlich über die Hand. Er lächelte, aber verneinte dann beides. „Nee, du, lass mal. Ich müsst eigentlich schon längst zu Hause sein.“ „Ach so, okay.“ Buum! Stille! Scheinbar waren wir beide nicht sehr begeistert davon uns zutrennen. „Also, bis morgen dann.“ „Ja...“ sagte ich etwas enttäuscht. „Hey, wir sehen uns doch morgen wieder und dann haben wir sogar noch zwei ganze nächste zu zweit.“ „Zwei?“ „Ja, ham wir nicht gesagt, dass du Freitag schon kommst?“ Also doch, freute ich mich. „Mh… kann sein.“ Bill küsste mich noch einmal und machte sich dann mit mir an der Hand, auf den Weg zur Haustüre. Dort ließ er meine Hand dann wieder los, da meine Eltern draußen im Garten waren. Sie diskutierten über irgendwelche Pflanzen, die hier noch hin gehören oder eben auch nicht. Nichts wirklich weltbewegend spannendes. Bill verabschiedete sich noch einmal von mir und grüßte auf dem Weg zur Straße noch meine Eltern. Dann beeilte er sich doch noch etwas, da der Bus schon am Kommen war.
Verträumt stand ich im Türrahmen und schaute Bill hinterher, der inzwischen schon längst im Bus sitzen musste. „Alles klar bei dir?“, fragte mich Stefan, der mich misstrauisch anguckte. „Was?“ schreckte ich auf. „Jaja, alles klar.“ Sagte ich ihm mit einem breiten Grinsen

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