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Gine

Kapitel 17


Auf dem Schulhof entdeckte ich auch schon, warum auch immer sie schon da war, Marina, die mit ihrer Clique wahrscheinlich wieder mal über Leute lästerte und irgendwelche fiesen Pläne gegen sie ausheckten. Vielleicht sogar gegen mich?
Na ja, wenn etwas passieren würde hatte ich ja immer noch Bill und Tom an meiner Seite.
Wir gingen an der Clique vorbei und ich spürte schon richtig gehend die gemeinen Blicke von Marina und ihren „Untertanen“. Ich drückte Bills Hand noch mehr als schon zuvor und war überaus glücklich darüber, als wir im Klassenzimmer waren. Bill und ich gingen auf unseren Tisch zu und Tom schlurfte missmutig auf seinen zu. Er war nicht gerade glücklich über seinen Platz neben Marina.
Nach dem ersten Klingeln füllte sich auch schon das Klassenzimmer, Marina voran. Demonstrativ  setzte sie sich neben Tom und lächelte ihn verführerisch und gleichzeitig zuckersüß an. Scheinbar versuchte sie es wieder einmal Tom rum zukriegen. „Hoffen wir mal, dass er sich nicht auf sie einlässt.“, sagte Bill zu mir, dem Marinas Anmache auch schon aufgefallen war.
Nach der 3. Stunde klingelte es endlich zur Großenpause und Bill und ich standen von unseren Plätzen auf. Tom war schon raus gegangen, da aber Marina noch im Raum war machte wir uns keine weiteren Gedanken darüber, dass sie ihn irgendwie rum gekriegt hat.
Doch als sie ein paar Schritte vor uns aus dem Klassenzimmer ging und auf Tom zulief verging mir plötzlich jegliche Freude an dem heutigen Tag und auch ein bisschen an dem folgenden Wochenende. Tom hatte Marina lächelnd empfangen und Bill und mir nur kurz zu gewunken. Oh nein, wenn Marina ihn rum bekommen hatte war Bill am Ende auch nicht mehr weit.
„Ich glaub’s nicht!“, sagte er plötzlich. „Jetzt hat der sich ernsthaft auf die eingelassen?!“, Bill schüttelte mit dem Kopf. „Glaubst du, er bleibt dann übers ganze Wochenende bei uns?“ Bill zuckte mit den Schultern. „Weiß nicht. So wie’s aus sieht glaub ich fast schon nicht mehr daran.“ Wir schauten zu Marina, Tom und dem Rest der Clique. Sie lachten gerade über irgendetwas. Plötzlich trete Marina ihren Kopf zu mir um und unsere Blicke trafen sich. Sie schaute mir frech grinsend und siegessicher in die Augen. Ich musste kräftig schlucken, denn wenn Marina SO schaute, gewann sie so gut wie immer. Marina wandte sich wieder ihrer Clique zu und Bill stellte sich vor mich. Er schaute mir tief in die Augen und umfuhr meine Talje. Dann küsste er mich zärtlich auf den Mund. „Tom wird da schon nicht lange bleiben und wenn er am Wochenende irgendwas mit diesen Leuten machen will, dann soll er das tun. Dann haben wir wenigstens mehr Zeit für uns.“ Den letzten Satz sagte er so verführerisch, dass ich ihn daraufhin umso leidenschaftlicher küsste.
 
Nach der Schule machten wir uns wieder einmal auf den Weg zum Bus. Ohne Tom. „Ich glaub ich werd später mal mit ihm reden. Ob er übers WE da ist und was da genau mit Marina läuft.“ Okay, mach das.“, ich gab Bill noch mal einen langen Kuss und stieg an meiner Haltestelle aus. Ich würde erst später zu Bill und Tom fahren.
 
Ich saß in meinem Zimmer, auf meinem Bett und hatte den genauen Blick auf die Straße. Da der Bus mal wieder vorfuhr schaute ich etwas länger nach draußen und sah, zu meinem Schrecken Marina. Was natürlich schon sehr erschreckend auf den ein oder anderen wirken kann, aber mit wem sie da in der offenen Bustür stand, erschrak mich noch mal um einiges mehr. Es war Tom, der sie mit leidenschaftlichen Küssen verabschiedete und sich so gut wie gar nicht darum kümmerte, was die Leute im Bus davon hielten bzw. mitbekamen. Es war Tom. Und er küsste SIE. Marina. Die, die mir immer alles zerstörte, was ich mir gerade so mühsam aufgebaut hatte. Die, die jetzt auch das zwischen Bill und mir zerstören will. Und die Freundschaft zu Tom. Er wusste es doch! Er wusste, das Marina alles daran setzte mein Leben zur Hölle zu machen. Wieso ließ er sich nur jetzt mit ihr ein? Dachte er denn nicht daran, dass es somit keine Freundschaft mehr zwischen uns geben könnte?
Marina kam aufs Haus zu und kurz darauf hörte ich auch schon das Klirren des Schlüssels, der sich in der Haustüre trete. Ich zog die Rollläden runter und schmiss mich wieder auf mein Bett.
 
Es war inzwischen halb drei. Um halb vier wollte ich mich auf den Weg zu Bill und Tom machen. Ich stand langsam auf und machte mich erst mal auf den Weg ins Bad.
Nach dem ich fertig geduscht, geschminkt und mit meinen Sachen für das Wochenende im Flur stand, um mir meine Vans anzuziehen, bemerkte ich plötzlich Marina, die sich in den Flur gestellt hatte. „Was willst du?“, fragte ich wie immer genervt. „Nichts! Ich wollte dir nur viel Spaß wünschen und dir mitteilen, dass ich mmmmh…“ sie überlegte gespielt „.. so gut wie mit Tom zusammen bin. Ist doch süß, oder? Du mit Bill und ich mit Tom. Man könnte es schon fast „Geschwisterliebe“ nennen.“ Wie süüüüß. Nur der Unterschied in dieser „Geschwisterliebe“ ist, dass wir beide KEINE Schwestern sind.“ Ich schnappte mir meine Sachen und schloss die Tür auf. „Schönes Wochenende und TSCHÜSS.“ Marina schaute mich total verblüfft an. Ich ignorierte es ganz einfach und schlug die Tür hinter mir zur. Schnell rannte ich zum Bus, der gerade kam.
 
„Hey Lary!“, begrüßte Bill mich freundlich grinsend. „Hey!“, sagte ich und wollte ihm nur einen flüchtigen Kuss geben, aber Bill wollte wohl nicht nur das. Er drückte mich sanft gegen die offene Tür und küsste mich. Wir wurden immer leidenschaftlicher und schließlich versuchte Bill mir wieder einmal mein Oberteil zuöffnen. Doch auch dieses Mal musste ich passen. „Ähmm.. können wir das nicht auch wo anders machen?“ fragte ich ihn lächelnd. „Oh, äh ja.“ Bill lies schnell von mir ab und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Wie süüüß! Dachte ich mir und dieses mal meinte ich das auch so.
„Ja, ähm wie geht’s dir grad so?“, fragte mich Bill, während wir ins Haus gingen. „Puuuh…super! Na ja, okay. Bis auf dass, dass mich Marina gerade noch mit Dingen wie >> ach, ich bin so gut wie mit Tom zusammen<< und >>Geschwisterlieber<< zugelabert hat. Pfff, seit wann bin ich bitteschön ihre Schwester?“ Hm, dank Marina wird Tom morgen auch nicht da sein.“ „Ah“, sagte ich nur und folgte Bill mit in sein Zimmer. Ich setzte mich auf sein Bett und er ging noch einmal aus dem Raum, um uns was zutrinken zuholen.
Tom lief gerade durch den Gang. Als er mich in Bills Zimmer entdeckte kam er auch schon gleich rein. „Heeey Lary! Na, alles klar?“ „Ja ja, und bei dir?“ „Ha ja, alles bestens. Du ge, ich bin morgen voraussichtlich nicht da.“ „Ja, das hat mir Bill auch schon erzählt.“, sagte ich etwas enttäuscht. Natürlich viel Tom das auf. „Hey, was ist denn? Es ist doch okay, wenn ich was mit Marina mache, oder?“ „Ja, doch, schon. Aber – du hast doch selber letztens erst gesagt, dass Marina nicht ganz in Ordnung ist. Und du den Platz neben ihr am liebsten auch nicht gewählt hättest und jetzt machst du was mit ihr und ihrer Clique?“ Ich schaute Tom ungläubig an. Er überlegte kurz. „Ja, doch, das hab ich gesagt, aber vielleicht hab ich mich auch… geirrt... und du dich vielleicht auch.“ „Tom, ich hab mich nicht geirrt. Ich hab es immer wiederversucht, mich mit ihr anzufreunden, aber sie hat mich immer verarscht oder vollkommen ignoriert. Tom, verdammt, du weißt doch was sie vorhat!“, sagte ich schon fast in einem heulerischen Ton. „Sie will doch einfach alles in meinem Leben zerstören. Unsere Freundschaft… das zwischen Bill und mir… Wieso lässt du dich überhaupt auf sie ein?“ Ich schmiss ihm all meine Gedanken von vorhin, als ich Marina und ihn gesehen hatte an den Kopf.
Als ich fertig war schüttelte Tom nur mit dem Kopf. „Denkst du eigentlich immer nur an dich?“, fragte er mich und schaute mir dabei in die Augen. „Ich…“ fing ich gerade an, doch Tom unterbrach mich. „Ja ICH. Immer Du und deine Problem. Denkst du eigentlich auch mal nicht nur an dich? Wenn Du glücklich bist ist alles schön und gut und dich interessiert es nen Dreck wie es den anderen geht. Natürlich hattest du bis vor einer Woche noch keine Freunde und deine alten wollen nichts mehr mit dir zutun habe. Alle sollen dich bemitleiden und wenn’s mal nicht nach deinem Kopf geht, dann heulst du einen voll oder kündigst gleich ganz die Freundschaft? Sorry Lary, aber ich bin nicht du. Ich kenne Marina noch gar nicht richtig. Und wenn ich sie mag und das tu ich im Moment, dann solltest du das auch akzeptieren, wenn dir unsere Freundschaft wichtig ist. Weißt du, ich mag dich und will auch weiterhin mit dir befreundet sein. Aber du solltest auch mal die Gefühle anderer akzeptieren. Denn, das was du mir gerade eben gesagt hast, klang ganz einfach so, als ob es einfach nur wichtig ist, was du denkst und wie du fühlst.“ Tom ging zur Tür und trete sich dort noch einmal zu mir um. „Ich geh jetzt noch ein bisschen in die Stadt. Also wahrscheinlich komm ich erst später wieder zurück. Denk vielleicht noch mal darüber nach, was ich dir gerade gesagt habe. Vielleicht lag ich auch irgendwo falsch, wir kennen uns ja auch noch nicht so lange. Aber wie gesagt, dass was du gerade gesagt hast, klang eben so. Okay, also dann. Ciao!“ Tom verschwand aus Bills Zimmer. Ich schaute ihm nachdenklich hinterher, bis Bill in der Tür stand und mich unsicher anschaute.

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