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Gine

Kapitel 21

Still schweigend liefen Tom und ich neben einander her. Irgendwie wusste ich seit gestern nicht mehr wirklich, über was ich mit ihm reden sollte. Vielleicht hatte ich sogar  ein bisschen Angst davor. Nicht, dass er am Ende wieder sagen konnte, es würde andauernd nur um mich gehen. „4 Mal Pommes rot-weiß, büdde!“, sagte Tom zu der Frau in dem kleinen Stand. „Tom?“, fragte ich ihn nun vorsichtig. „Ja?“ „Bist du eigentlich immer noch sauer, wegen der Sache da gestern… also eigentlich ja wegen mir?“ „Sauer? Lary, … ich war eigentlich nie wirklich sauer. Bloß… es hat mich in dem Moment eben total an genervt, dass du Marina andauernd so schlecht machst.“ „Schlecht machen?“ ich zog eine Augenbraue hoch. Wie schlecht machen? Fragte ich mich in Gedanken selber. „Ja, weil du eben andauernd gesagt hast, wie blöd sie ist. Und dass du sie am liebsten gar nicht kennen gelernt hättest und so was.“ „Na ja, für mich ist sie eben total bescheuert.“  „Ja, das weiß ich ja auch. Aber ich würds halt ganz einfach mal mit ihr probieren.“ „Machst du ja auch. Aber eins ist dir hoffentlich schon klar – ich werd mich nicht mehr mit ihr „vertragen“.“ Ja, des ist mir schon klar.“ Tom nahm der Frau am Stand die Pommes ab und zahlte noch schnell. Dann reichte er mir zwei Portionen und so liefen wir wieder schweigend zurück zu Bill und Marina. Nur, war das Schweigen jetzt nicht mehr so angespannt.
„Wow, Bill!! Du schockst mich immer wieder aufs neue! Du liest ein Buch?!“, sagte Tom laut und schaute seinen Bruder dabei mit einem Gesichtsausdruck an, bei dem ich mir ein Lachen verkneifen musste. Scheinbar kam es nicht sehr oft vor, dass Bill las. Aber plötzlich fiel mir auch auf, was für ein Buch er da in den Händen hielt. Meines!!
„Ja, was sollt ich denn sonst machen, wenn ihr solange braucht.“ „Ja ja, schon okay. Aber des ist wohl kaum deins, oder? „Nö. Hab ich bei Larys Sachen gefunden.“ Während er das sagte grinste er mich mit seinem super süßen frechen Grinsen an, dem ich einfach nicht widerstehen konnte und ihm somit schon jetzt vergeben hatte, dass er in meinen Sachen rumgewühlt hatte. „Aha…. Du liest?“ Tom schaute nun mich total verwirrt an. Meine Güte! Der Kerl hatte wahrscheinlich noch nie ein Buch in der Hand gehabt, geschweige denn gelesen. Außer vielleicht in der Schule, wo es ihm dann aber wohl eher aufgezwungen wurde. „Ja, Tom. Und jetzt guck nicht so. Hätt ja auch sein können, dass ihr mich soooo sehr langweilt und ich dann mein fettes Buch raus holen müsste, um zu lesen.“, sagte ich und nahm Bill das Buch aus der Hand, um ihm stattdessen die Pommes in die Hand zudrücken. „Wir dich langweilen? Süße, da bist du ernsthaft bei den Falschen gelandet.“, sagte Bill mit vollem Mund. „Ja, das hab ich eigentlich auch nicht erwartet, aber man weiß ja nie.“ Lachte ich und setzte mich neben Bill. Dieser fing sofort an mich mit Küssen zu überhäufen. „heeey, das kitzelt.“ „Ist mir doch egal“ sagte er und machte einfach weiter. „Mir aber nicht.“ Schnell schnappte ich mir eine Pommes von Bill und warf ihn auch gleich damit ab. „ey, des war eine von mir!“ „Hehe, selber Schuld!“ „Boah, das wird dir noch leid tun.“ Sagte Bill in einem gespielten bösen Ton und fiel auch schon über mich her. Ich fing laut an zukreischen und rettete mich irgendwie aus seinen Kitzel – und Kussattacken. Dann rannte ich so schnell ich konnte zum Becken, wohl wissend, dass Bill mir dicht auf den Versen lag. Ich hüpfte ins Wasser und versuchte weiter zu schwimmen, aber kam da nicht wirklich weit. „Hab ich dich!“, Bill zog mich an der Hüft an sich ran, so dass ich nicht mehr weiter schwimmen konnte. „Okay, ich ergebe mich.“ Ich trete mich in seinen Armen um und schaute ihm direkt in die Augen. „Entschuldigst du dich denn auch bei mir?“, fragte Bill in einem verführerischen Ton. „Mmmh… mal schauen.“ „Okay, aber überlegs dir nicht zu lange. Sonst komm ich wieder und fress dich auf.“ Mit diesen Worten setzte er zu einem fantastischen Kuss an. „Na dann…“ Weiter reden konnte ich nicht. Er konnte einfach viel zu gut küssen, um da noch mal was dazwischen zusagen. Es kam mir vor wie ne halbe Ewigkeit, bis Bill langsam von mir abließ. „Ich glaub wir sollten dann auch mal wieder raus gehen, sonst werden unsre Pommes noch kalt.“ „Ja, würd ich auch sagen.“, sagte ich und schwamm mit Bill zum Beckenrand.
„Da seit ihr ja endlich wieder!“ „Ja, hat noch etwas gedauert.“ Bill und ich schauten uns grinsend an, aber als wir Toms Gesichtsausdruck sahen, verging uns das Lachen auch schon wieder. „Was ist los?“, fragten wir gleichzeitig. „Wo ist eigentlich Marina?“ fügte ich noch dazu.“ Schon gegangen. Sie hatte kein Bock mehr. Ich hab ihr gesagt ich bleib noch, bis ihr aus dem Becken kommt. Da war sie dann voll beleidigt. Und als ich ihr gesagt hab, sie solle doch auch noch kurz warten, hat sie ihre Sachen genommen und ist gegangen. Ohne sich irgendwie zu verabschieden.“ „Aha. Tom, Tom, Tom. Suchen wir uns also immer wieder mal die Falsche aus.. tja ja, so ist das Leben.“ „Ach, halt den Mund Bill!“ „Komm, des war jetzt echt nen bissel fies.“, mischte ich mich ein. „Ja okay. Tschuldigung.“  „Also, wisst ihr was. Wir beide essen jetzt noch unsre, wahrscheinlich schon kalten Pommes und dann machen wir uns auf den Weg nach Haus.“ „Ja, könnt ihr machen. Aber ich geh jetzt schon mal. Ich wär vorhin ja schon mit ihr mitgegangen, aber ich wollt halt net, dass jemand eure Pommes klaut.“ „Ja, die hätte mit Sicherheit irgendein Bösewicht geklaut und ganz fies vor uns versteckt… Nein, noch besser er hätte sie aufgegessen und wir hätten sie niiiie wieder zurückbekommen. Tragische Sache wär das… ja ja…“ „Mensch, Bill! Du machst und laberst heut echt nur Scheiße. Zuerst liest du und dann laberst du mir was von Bösewichten vor, die eure Pommes fressen. Meine Güte, ich verpiss mich.“ Tom sprang auf, zog sich an, stopfte noch schnell das große Handtuch in seine Tasche und machte sich  mit einem kurzen „Ciao, bis später“ auf den Weg nach Hause, oder vielleicht doch wo anders hin…
„Glaubst du er ist ernsthaft in deine Schwester verknallt?“ „Bill, des kann uns jetzt vorerst mal egal sein, okay? Und jetzt setz dich hin und ess deine Pommes. Sonst nehm ICH sie dir weg. Dann hast du deinen Bösewicht.“ „Oooh..Lary! Jetzt bist auch noch du so drauf. Ich würd mich an deiner Stelle eher freuen, wenn das zwischen Marina und Tom nicht mehr weiter geht.“ „Ja, tu ich ja auch irgendwo. Aber du warst jetzt echt nen bissel fies zu deinem Bruder. Vielleicht hätttest du das mit den Pommes doch.. weg lassen sollen.“ „Ja, schon. Tut mir ja auch leid. Ich geh später einfach mal zu ihm hin und rede mit ihm.“ „Ja, mach das.“ Wir aßen noch schnell unsere Pommes auf und machten uns dann auch langsam auf den Weg nach Hause.

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