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Gine

Kapitel 23

Unsere Küsse wurden immer intensiver, sodass Bill schon bald auf mir lag. Doch als er sich einen Weg unter mein Oberteil bahnen wollte, hielt ich in kurzer Hand zurück. „Hey, Nicht hier draußen und außer dem…“ ich überlegte kurz „… hab ich jetzt durst.“ Bill schaute mich ungläubig an und ging dann aber auch von mir runter. „Okay, was willstn trinken?“, fragte er mich in einem fast schon genervten Ton. „Was ist denn jetzt auf einmal? Nur weil ich nicht gleich wollte, heißt das doch nicht, dass da heute Abend nichts mehr läuft.“, während ich das sagte mussten wir beide einwenig grinsen und Bill schaute mir auch wieder in die Augen. Was er davor nicht getan hatte, da er seinen super heißen Blick lieber den Red Bull und Cola Dosen gönnen musste. Doch sein Blick, den er mir zuwarf, hielt nicht lange stand und schon wieder begutachtete er die Dosen. „Gut, also was willst du trinken? Wir hätten hiiiier Cola, Red Bull, Red Bull und Cola oder auch nooooch… Red Bull und hier ham wir auch noch nen Coce.“ „Mmmh… ich denk mal ich nehm die einzigartige Coce.“ Darauf schnappte Bill sich die Dose und gab sie mir mit einem verführerischen Lächeln. „Danke“ „Bitte, für dich doch immer“ Bill beugte sich zu mir rüber und gab mir einen zärtlichen Kuss auf die Lippen. Die Zeit verging und Bill und ich redeten über alles Mögliche. Also eigentlich redete fast nur noch ich und Bill hörte mir zu und gab nur ab und zu eine Antwort, wie „ja“ „nein“ oder „wirklich?“. Aber mehr hatte er im Moment nicht wirklich zusagen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass Bill mir überhaupt nicht mehr zuhörte. Er wirkte total abwesend und so, als ob er angestrengt über etwas nach dachte. Na ja, es war vielleicht auch nicht gerade spannend, dass ich als kleines Kind Marinenkäfer gesammelt hatte und sie dann fast alle gestorben sind und ich Tage lang um sie getrauerte hatte, aber inzwischen machte er auf mich schon einen sehr abwesenden Eindruck. „Sag mal, hast du mir gerade überhaupt zugehört?“ „Äh…was?“ Bill schreckte auf und schaute mich total perplex an. „Sorry, ich war grad gedanklich ein bisschen weg.“ „Ja, dass hab ich gemerkt. Und wo warst du gerade?“ Innerlich hoffte ich er war natürlich doch noch bei mir, aber wahrscheinlich waren es auch nur irgendwelche armseligen Tierchen, die er vor der bösen Natur retten wollte. „Ach, nicht so wichtig.“ Also doch nur die Tiere. „Erzähl ruhig weiter.“ „Ja also… ich war gerade…fertig.“ „Oh.. ach so.“ Ein betretenes Schweigen herrschte zwischen uns. Bill wirkte schon wieder so abwesend. Als ob er innerlich mit sich kämpfen würde. „Bill?“ „Mhm?“ „Sag’s mir einfach. Egal, wie wichtig es ist.“ „Es ist nichts. Wirklich nicht. Ich glaube ich bin nur ein bisschen müde.“ Ja, sollen wir dann rein gehen?“ „Ja, können wir von mir aus.“ „Okay.“ Diese Stimmung gefiel mir gar nicht. Ich merkte doch, dass mit Bill etwas nicht in Ordnung war. Egal, was es war. Ich musste es wissen. Langsam räumten wir alles auf und trugen es schweigend ins Haus. In der Küche setzte ich mich auf eine Ablagefläche und beobachtete Bill, wie er unschlüssig dastand und nicht wusste wohin mit sich und seinen Gedanken. Fragen wollte ich ihn nicht noch einmal. Ich wollte nicht, dass er sich am Ende noch über meine Neugierde aufregte. Also schwiegen wir beide, bis Bill plötzlich aufsprang. „Du ich geh kurz zu Tom, okay?“ „Ja, mach das. Wenn ich später nicht mehr hier bin, dann bin ich wahrscheinlich in deinem Zimmer oder so.“ „Ja, ich find dich schon.“ Er gab mir noch einen flüchtigen Kuss auf die Wange und rannte dann auch schon die Treppen nach oben zu Tom. „Ja, ich weiß ja eben nicht, wie ich’s Lary sagen soll!“, hörte ich Bills verzweifelte Stimme durch die geschlossene Zimmertür von Tom sagen. Ich war, kurz nach dem ich hörte, wie einer der beiden die Türe geschlossen hatte nach oben geschlichen und stand nun wenige Zentimeter von der Zimmertüre entfernt. Gerade so, dass ich hören konnte, über was die beiden redeten. „Ich hab die ganze Zeit drüber nachgedacht, aber mir ist einfach nichts eingefallen.“ „Du musst es ihr einfach bei der nächst besten Gelegenheit sagen oder du rennst jetzt sofort nach unten und sagst es ihr.“ Als Tom das sagte, wich ich einen Schritt zurück und schaute mich schon nach einem guten Versteck im Flur um. Doch keiner der beiden kam raus. Trotzdem hatte ich, meiner Meinung nach, genug „zugehört“ und so schlich ich mich wieder leiser von der Türe weg in Bills Zimmer. Wahrscheinlich würde es noch ein wenig dauern, bis Bill es mir sagen konnte. Auch wenn ich es jetzt noch umso mehr wissen wollte, musste ich darauf warten, wann für ihn der richtige Zeitpunkt war. Er würde es mir schon sagen. Wenn nicht heute, dann eben morgen oder auch erst in einer Woche oder vielleicht auch noch später. Aber er würde es mir sagen. So verzweifelt, wie er gerade geklungen hatte, hielt er es wohl nicht mehr all zulange aus.

 

 

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