Zimmer483 ">

Gine

KApitel 27

Wir saßen eine Weile schweigend neben einander auf der Bank an der Bushaltestelle, bis Marina laut durch atmete. „Was ist?“, fragte ich. Warum wusste ich auch nicht wirklich. „Ach, nichts. Mir ist nur grad aufgefallen, wie scheiße ich eigentlich schon seid wir uns kennen zu dir bin.“ Sie schaute kurz die Straße entlang und setzte dann wieder an. „Du hast es ja immer wieder mal bei mir versucht, aber ich hab dich immer wieder abgewiesen.“ „Ja schon…aber ich war ja auch nicht immer nett zu dir.“ „Ja, aber trotzdem war ich immer die, die dich voll fertig gemacht hat und wegen mir hast du auch so gut wie keine Freunde.“ „Bevor ich Bill und Tom kennen gelernt hatte, hat ich ja auch noch keine Freunde…“ „Eben! Sag ich doch! Und jetzt hast du auch grad mal die beiden und Bill ist auch schon in einer Woche genauso unbeliebt geworden wie Du! Und das ist alles meine Schuld…“ Marina brach ab und schluchzte leicht. Weinte sie etwa? Scheinbar meine sie es wirklich ernst. Ich überlegte kurz, ob ich eins auf ‚ist doch nicht so schlimm, alles wird wieder gut. Fangen wir doch noch mal von vorne an’ machen sollte, aber darauf hatte ich jetzt wirklich keine Lust. „Okay, ich will jetzt nicht sagen, dass es doch nicht so schlimm ist und du dir darüber keine Gedanken machen sollst und so was halt. Es ist eben schon alles deine Schuld und ich bin ehrlich gesagt immer noch verdammt sauer auf dich. Aber ich mein, du hast es jetzt eingesehen und besser jetzt, als gar nicht.“ Stille! Warum konnte Marina jetzt nicht einfach ‚es tut mir Leid’ oder so sagen? Warum musste sie jetzt schweigen? Natürlich könnte ich jetzt auch noch was sagen, aber was bitte. Dass ich doch noch Freunde hatte, zwar eigentlich nichts mit ihnen zutun hatte, aber sie sind halt meine Freunde? Nee, lieber nicht. Würd ja jetzt auch gar nicht mehr richtig passen. Ich beschloss einfach darauf zuwarten, dass sie noch mal etwas sagte und hielt deshalb den Mund. Marina sagte nichts mehr. Scheinbar war sie mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Na ja, von mir aus, der Bus kam ja eh gerade. Wir stiegen schweigen ein, wobei ich bemerkte, wie Marina mir immer wieder mal unsichere Blicke zuwarf. Bill und Tom begrüßten uns beide total erfreut und auch Marinas Gesicht verwandelte sich wieder in ein Lächeln, was sie so gut wie nur Tom widmete. Auch nicht schlecht, dann konnte ich mich in Ruhe auf Bill konzentrieren.

In der Schule angekommen wurden wir, von unzähligen Blick halber aufgesaugt, so wie uns alle anstarrten. Vielleicht kam es wirklich ein bisschen komisch, dass die zwei Halbschwestern, die sich vor weinigen Tagen noch gehasst hatten neben einander in der Schule her liefen. Natürlich hatten das die Leute aus Marinas Clique auch mitbekommen und drei Jungs, darunter Leon, der mich gleich wieder an den ersten Schultag erinnerte, stellten sich uns in den Weg. „Marina!“ „Ja?“ Sie und Tom blieben stehen, wobei Bill und ich lieber noch ein paar Schritte weiter liefen. „Was solln das werden, wenn’s fertig ist?“ „Ähm.. was meinst du bitte?“, fragte Marina ‚unschuldig’ und schon fast genervt. „Ey, frag doch nicht so dumm. Freitag noch, meine Schwester is scheiße und du hättest sie am liebsten noch verschlagen und jetzt eins auf best friends machen. Was soll des? Und dann bist jetzt au noch mit dem hier zusammen, oder was?“ „Leon, es kann dir doch jetzt mal so was von egal sein, wie ich mich mit meiner Schwester versteh oder was ich mit ihr mach. Und ja, ich bin mit Tom zusammen.“ Damit lies Marina Leon stehen und zog Tom hinter sich her. Wow! Das hätte ich jetzt wirklich nicht von ihr erwartet! Hätte sie Leon nicht noch einen kleinen Zettel in die Tasche gesteckt, hätte ich ihr das sogar auch noch geglaubt.

 

 

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